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Aktuelle Meldungen

2016-08-04
Spannung garantiert: DRyM und Masters rund um die Wartburg
Tolles Starterfeld bei der ADAC Cosmo Rallye Wartburg
ADAC Rallye Masters mit Spannung in allen Divisionen
Highlights in Eisenach: Showstart und das 'Cosmodrom'

Der siebte von zehn gemeinsamen Läufen des ADAC Rallye Masters und der DRYM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) wird am kommenden Wochenende rund um die legendäre Wartburg in Eisenach ausgetragen. Die ADAC Cosmo Rallye Wartburg (06. - 07. August 2016) führt über 18 Wertungsprüfungen (WP) mit einer Gesamtlänge von 120,76 Kilometer, die traditionell am Samstag und Sonntag gefahren werden. Die DRYM-Spitze mit Christian Riedemann / Lara Vanneste (Sulingen / Belgien) im Peugeot 208 T16 R5 und Dominik Dinkel / Christina Kohl (Rossach / Tiefenbach) im Skoda Fabia S2000 wollen die Abwesenheit des Meisterschaftsführenden Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach, Skoda Fabia R5) nutzen, um in der Tabelle aufzuschließen.

Dies wird jedoch nicht einfach: Der dreifache deutsche Rallye-Meister, Ex-Europa- und Asien-Pazifikmeister Armin Kremer (Severin) nutzt die schnellen Asphaltprüfungen rund um die Wartburg im Skoda Fabia R5 zur Vorbereitung auf seinen Einsatz beim deutschen Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft bei der ADAC Rallye Deutschland in gut zwei Wochen rund um Trier. Auch der schnelle Katari Abdulaziz Al-Kuwari in einem weiteren Fabia R5 und Rashid Alketbi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten im Ford Fiesta R5 nutzen diese Testmöglichkeit. Das Feld des ADAC Rallye Masters wird von Tabellenleader Hermann Gaßner senior im Mitsubishi Lancer angeführt und bietet spannende Vergleiche in allen fünf Divisionen.

Highlights in Eisenach: Showstart und das 'Cosmodrom'

Einen der Höhepunkte der ADAC Cosmo Rallye Wartburg gibt es schon vorab. Der Showstart am Freitagabend ab 21.40 Uhr auf dem Marktplatz in Eisenach ist einer der bestbesuchten in Deutschland. Der sportliche Teil beginnt am Samstag ab 11.30 auf dem Serviceplatz vor dem Opel-Werk in Eisenach. Die Straßen rund um die frühere Variante der Autobahn A4 bilden das 'Cosmodrom', ein zentraler Anlaufpunkt für die Fans mit Stadion-Atmosphäre. Hier werden drei der elf WP's am Samstag ausgetragen, das Finale bildet das 'Cosmodrom by Night' ab 22.34 Uhr. Die abschließende Sonntagsetappe beginnt um 07.30 Uhr und endet nach weiteren sieben WP's ab 12.36 Uhr mit der Siegerehrung im Cosmodrom.

Während DRYM-Leader Fabian Kreim im Skoda Fabia R5 in China um Punkte in der Asien-Pazifik-Meisterschaft kämpft, versuchen die Verfolger den Rückstand wettzumachen. Vor allem Riedemann könnte mit einem dritten Saisonsieg zu Kreim aufschließen. "Wir werden volle Attacke machen, auch wenn ich die Wartburg-Rallye schon ewig nicht mehr gefahren bin", sagt der Peugeot-Pilot. "Unser Ziel ist es, wieder an die DRYM-Spitze zu kommen. Wir haben für den 208 T16 R5 ein gutes Asphalt-Setup erarbeitet, was mich sehr zuversichtlich macht. Ich kann es kaum noch erwarten, dass es losgeht - auch wenn es bei der Konkurrenz sicherlich nicht einfach wird. "

Beim Kampf um den Gesamtsieg hat er vor allem den amtierenden Deutschen Meister und Vorjahressieger Ruben Zeltner (Lichtenstein) im Porsche 911 GT3 und WRC2-Pilot Armin Kremer im Blick. Der dreifache DRYM-Champ Kremer feierte sein Wartburg-Debüt 1990 mit einem Klassensieg im Trabant 601. Heuer kämpft er innerhalb der Rallye-WM in der WRC2-Wertung und nutzt die Wartburg zur Vorbereitung auf das WM-Heimspiel bei der ADAC Rallye Deutschland auf Asphalt. "In erster Linie geht es darum, uns wieder auf Asphalt einzustellen, damit wir möglichst gut vorbereitet zur 'Deutschland' reisen können", erklärt Kremer. "Natürlich versuchen wir auf dem ungewohnten Belag schnell auf Touren zu kommen um dann ganz vorne mit zu mischen. Ich bin jedenfalls voll motiviert."

Starke Verfolger jagen Riedemann und Co

Neben den schnellen internationalen Gaststartern wie Abdulaziz Al-Kuwari (Katar / Skoda Fabia R5) und Rashid Alketbi (VAE / Ford Fiesta R5) wollen auch zwei DRYM-Piloten weit nach vorne. Der Überraschungsdritte der DRYM, Dominik Dinkel, hat wenig Erfahrungen mit den schnellen Asphaltpisten rund um die Wartburg. "Die schnellen Prüfungen kommen zudem unserem Skoda Fabia S2000 nicht wirklich entgegen. Eine Top-Fünf-Platzierung wäre bei der Konkurrenz genial und würde uns wichtige DRYM-Punkte bescheren." Das leistungsschwächste Fahrzeug in der Division 1 dürfte Peter Corazza (Oelsnitz) mit seinem Mitsubishi Lancer R4 bewegen. "Ich bin seit vielen Jahren hier am Start, mir gefallen die schnellen WP's richtig gut und hier ist das Faninteresse immer riesig", sagt der Sachse. "Mal schauen was in der Division so läuft, damit wir möglichst viele Punkte mitnehmen können."

Spannung in der 2WD-Wertung

Die in der DRYM integrierte 2WD-Wertung für Fahrzeuge mit nur einer angetriebenen Achse verspricht reichlich Spannung. Tabellenleader Hermann Gaßner junior (Foto) sagt: "Die Wartburg ist absolutes Neuland für mich, ich hoffe wir können den Aufwärtstrend der letzten Läufe im Toyota GT86 R3 fortsetzen." Neben den direkten Verfolgern wie Philipp Knof (Wülfrath, Citroën DS3 R3 Max) und Carsten Mohe (Crottendorf, Renault Clio R3T) hat Gaßner junior vor allem zwei Gaststarter im Blick. Das ADAC Opel Rallye Junior Team bringt zur Vorbereitung auf die ADAC Rallye Deutschland zwei Opel Adam R2 nach Eisenach. Marijan Griebel (Hahnweiler), der aktuell in der Junior-Europameisterschaft auf Rang zwei liegt und Julius Tannert (Lichtentanne), derzeit Dritter der Junior-EM, sind die Piloten. Und obwohl die Adam R2 leistungsmäßig den R3-Fahrzeugen unterlegen sind, haben die schnellen Youngster schon des Öfteren für Furore gesorgt.

Gelingt Gaßner senior der nächste Divisionssieg?

Obwohl in allen fünf Divisionen des ADAC Rallye Masters spannende Kämpfe um die Punkte zu erwarten sind, steht in Eisenach vor allem die Division 2 im Blick. Hier hat Hermann Gaßner senior im Mitsubishi Lancer bislang fünf Divisionssiege eingefahren und liegt mit der Maximalpunktzahl auch in der Masters-Gesamtwertung souverän an der Spitze. Die 'Wartburg' ist jedoch das Heimspiel seines härtesten Konkurrenten und Markenkollegen Raphael Ramonat (Trusetal), der ihn hier im letzten Jahr besiegen konnte. "Auf jeden Fall ankommen, Punkte sammeln und auf das Jahresziel schauen", beschreibt Gaßner seine Ziele, und ergänzt, "die Begeisterung der vielen Fans entlang der Strecke ist hier besonders hoch." Auch der Zweitplatzierte der Masters-Gesamtwertung bekommt es mit reichlich Konkurrenz zu tun. Im Skoda Fabia R2 kämpft Konstantin Keil (Niestetal) in der Division 5 vor allem gegen die beiden EM-Junioren Griebel und Tannert in ihren Opel Adam R2.



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