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2018-11-15
Berlandy: „Meine persönliche RKA-Bilanz ist beängstigend…“
Die RKA-Redaktion sprach mit Georg Berlandy, dem erfolgreichsten Teilnehmer aller Zeiten in der 41-Jährigen Geschichte der ADAC Rallye Köln-Ahrweiler.

Frage: 13 Gesamtsiege bei 17 Starts sind eine unglaubliche Quote. Hättest Du Dir bei Deinem Debüt 1999 sicherlich auch nicht träumen lassen, oder?

Berlandy: „1998 habe ich in Reifferscheid zugeschaut, 1999 bin ich das erste Mal gestartet. Ich kann nicht zuschauen, ich muss dabei sein. Vom Slalom kam ich zur Rundstrecke, von modernen Autos zu Youngtimern und dann schließlich zur Rallye. Das ich die Köln-Ahrweiler mal gewinne war sicherlich ein Ziel. Aber wenn ich jetzt auf meine persönliche Bilanz schaue ist das schon beängstigend…“

Frage: Das Paket „Berlandy-Pirelli-leichter Opel“ bei Regen in Verbindung mit Deiner Erfahrung war heuer der Schlüssel zum Erfolg?

Berlandy: „Das ist sehr treffend analysiert. Ich habe ein gutes fotografisches Gedächtnis, kenne die WPs bei jedem Wetter. Dazu bekomme ich erstklassige Pirelli-Reifen und ich weiß, welchen Luftdruck ich auf welcher Prüfung fahren sollte. Und sicherlich ist der Kadett mit seinen nur 950 Kilogramm im Regen ein sehr gutes Auto.“

Frage: Dieses Jahr hattest Du in Mats van den Brand endlich mal einen harten Gegner. Euer Duell war klasse. Er hat dann, wie Du 1999 in Aremberg, Leergeld gezahlt. Hättest Du gegen ihn eine Chance gehabt, wenn er nicht auf der Nordschleife abgeflogen wäre?

Berlandy: „Sein Fahrwerk war zu hart und sein Fahrstil zu aggressiv. Sein Unfall kam für mich nicht überraschend, vor allem nicht auf der nassen Nordschleife. Das Duell mit ihm war klasse. Und ja: Im Trockenen und ohne seinen Unfall wäre es sehr hart geworden. Dann hätte ich auch mehr Risiko eingehen müssen. Mit Mats gibt es Parallelen: Ich war damals 29, führte nach WP 4 und flog dann in Aremberg ab. Er ist 27, führte nach WP 4 und flog dann ebenfalls in WP 5 ab. Vor mir aus muß er dann aber nächstes Jahr nicht gewinnen (lacht).“

Frage: Du hattest mit keinem Beifahrer bislang mehr als vier Gesamtsiege. Wer sitzt nächstes Jahr neben Dir?

Berlandy (lacht): „Dann wird es Zeit, dass Ricki die erste mit fünf Gesamtsiegen wird. Peter Schaaf ist mit sechs Erfolgen Zweiter. Es wäre doch schön, wenn Ricki gleichziehen würde.“

Frage: Was sind Deine Ziele bei der RKA? 20 Gesamtsiege?

Berlandy: „Im Vorfeld zu diesem Jahr hatte ich schon gedacht, dass es wegen der Reglementänderung mit 30 Jahre jüngeren Autos schwerer werden würde. Aber unterm Strich hat wieder alles geklappt und auf den ersten vier Plätzen im Gesamtklassement sind erneut Youngtimer. Speziell von den Allrad-Mitsubishi war ich sehr enttäuscht. Somit sind die Siege noch mehr wert und ich möchte noch weitere bei der RKA feiern.“




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