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2018-11-19
Rallye-Bericht der RG Oberberg
Von Heinz Dieter Jäkel

Mit der Rallye Köln-Ahrweiler am letzten Wochenende lag der Saisonausklang der diesjährigen Youngtimer-Rallye-Trophy an. Irgendwie ist trotz vieler vieler Starts bei der RKA mit dieser Veranstaltung eine gewisse Aufregung verbunden. Das Wetter ist ungewiss, auf der WP Reifferscheid und anderen WPs sind die Clubkollegen als Streckenposten im Einsatz und der Co-Pilot erlebt seine erste Köln-Ahrweiler als Teilnehmer.

Um eins vorweg zu nehmen: Alina Pletsch hat wieder einen Super-Job gemacht und meinen persönlichen Vorsatz habe ich auch erfüllt. Nämlich Alina bei ihrem ersten Start auch über die Zielrampe zu fahren.

Der Freitag fing übrigens gut an. Wir stehen kurz vor dem Start der ersten Wertungsprüfung, als unsere Gegensprechanlage ausfällt. Alina durfte ihre Stimmbänder trainieren, indem sie die Ansagen so laut brüllte wie sie konnte, aber ein Rest von Unsicherheit bleibt. Der Zeitverlust hielt sich in Grenzen. Batterie getauscht und ab der zweiten WP gings wieder ohne Anbrüllen.

Wie eng es in der 2-Liter-Klasse der Gruppe 2 Fahrzeuge sein kann, zeigte sich hier auf der trockenen WP 1b Dreimühlenhof von Barweiler nach Wimbach. Heinz Jansen fuhr 2.11,5, Erik Wolfertz 2.11.,8 und wir 2.12.0, also alles im Zehntelbereich. Vor uns Darius Drzensla/Manfred Schoder. Sie fuhren mit dem Ford Escort RS unter 2 Minuten und ließen schon ahnen, was Sache ist.

Ab Samstag wurde es naß und jetzt zeigte es sich, wer in die richtigen Reifen investiert hatte. Wir nicht, die alten Avon CR28 zeigten keinen Verschleiß und wenig Haftung. Also war kalkulierbares Risiko angesagt. Besonders auf der extrem rutschigen Nordschleife. Nach einigen „Ups-Erlebnissen“ und der Anblick diverser Schrottfahrzeuge verging mir die Angriffslust, was ein kleines Durchreichen im Klassement zur Folge hatte

Auf dieser WP erwischte es im Bereich Wehrseifen unseren Clubkollegen Erik Wolfertz mit Co. Dietmar Lücker, die zu dem Zeitpunkt auf Platz 5 lagen. Einschlag rückwärts mit dem C-Kadett. Jetzt gibt es Arbeit für den Winter.

Leider wurde die WP „Südschleife“ mit Ausfahrt nach Meuspath neutralisiert. Einer der vielen Vorwagen (39) hatte viel Öl verloren. Schade, keine Gelegenheit Zeit wieder gutzumachen auf dieser recht langen Wertungsprüfung.

In der anschließenden Servicepause hatte unsere Crew Wolfgang, Christopher und Dirk nicht allzu viel zu tun. Der Ascona lief brav und machte keine Zicken.

Nach der Pause gab es ein schönes Zeitenduell im Sekundenbereich zwischen dem Neugespann Norbert Zaremba / Uli Selhorst (BMW M3 E30) und Dauerkonkurrenten Frank Esser mit Co. Katharina Hampe (Sierra Cosworth) mit wechselnden Führungen. Letztendlich konnte sich Norbert mit besseren Zeiten auf den letzten zwei Wertungsprüfungen durchsetzen und den zweiten Klassenplatz holen.

Und Darius Drzensla / Manfred Schoder? Darius war für mich der „Zauberer“. Er fuhr überwiegend Zeiten unter den ersten Elf. Klassensieg und Platz 11 in der Gesamtwertung waren die Belohnung. Herzlichen Glückwunsch.

Für mich gab es noch eine Schrecksekunde vor der letzten Prüfung. Es war richtig dunkel und es gab etwas Rückstau. Als es weiterging und ich die Zündung anmachte, ging nicht eine Lampe rund um den Tacho an.
Was konnte passiert sein? Die Ursache war schnell gefunden. Ich hatte aufgrund des Rückstaus meine Kopfhaube zum Trocken aufs Lenkrad gehängt und diese verdeckte die Anzeigen. Mein Gott was ist man manchmal dämlich …

Den Rest haben wir dann auch noch geschafft. Mehr als Platz 7 in der Klasse mit der verkorksten Nordschleifen-Zeit war dieses Jahr nicht drin. Aber der Ascona ist heile und wartet auf den nächsten Einsatz.




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