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Aktuelle Meldungen

2019-07-21
Eifel Rallye Festival: News
Neue Geschichten: Timo Salonen und die Argentinien-Rallye 1981

Beim Welcome-Abend entlockte Moderator Markus Stier seinen Gästen bislang unbekannte, spannende Storys. Salonen musste seinen Datsun bei der Argentinien-Rallye 1981 in der letzten WP abstellen. Nach der Info ans Team hieß es, sein Co und er würden bald abgeholt. Da sich die Abholaktion hinzog und Hunger und Durst quälten, setzten sie sich mit Anwohnern in der Nähe in Verbindung. Im Tausch gegen die schicken Datsun Teamjacken gab es Essen und Trinken, passenderweise Wein. Die einbrechende Dunkelheit brachte Kälte mit, das wartende Datsun-Duo zündete den Ersatzreifen an, um sich am Feuer zu wärmen. Nachdem auch die vier am Auto befindlichen Reifen als Wärmequelle ausgedient hatten, enterten sie einen vorbeifahrenden Pickup, der allerdings in die falsche Richtung unterwegs war. Nach einigen Stunden Fahrt organisierten sie sich in der nächsten größeren Siedlung ein Taxi, das sie zurück in den Zielort nach Tucuman brachte. Sie trafen gegen 09.00 Uhr im Hotel ein. Das Team saß fröhlich beim Frühstück, feierte die Gesamtränge zwei und drei und hatte Salonen samt Co und Auto glatt vergessen.

Schweigepflicht: Harald Demuth und die Entstehung der Quattro-Ära

Beim Eifel Rallye Festival feierte Harald Demuth ein Wiedersehen mit jenem Audi 80 GLE, mit dem er 1979 beim WM-Lauf in Portugal die ersten WM-Punkte in der Geschichte von Audi eingefahren hatte. Gleichzeitig war der zweifache Deutsche Rallyemeister damals auch in die Entwicklung der Quattros eingebunden. „Es war zum verrückt werden. Unter der Woche testeten wir den 80-er Prototypen mit Allradantrieb und Turbomotor und lernten diese neue Dimension des Rallyesports immer besser kennen. Am Wochenende fuhren wir die Veranstaltungen im Audi 80 GLE mit mageren 165 Pferdestärken und Frontantrieb – ich dachte immer, da schlafen mir gleich die Füße ein,“ schmunzelt der Bayer und ergänzte: „Das Schlimmste daran war, wir durften niemandem davon erzählen, was wir da so entwickelten und wie toll das war.“ Zwei Jahre dauerte diese Phase für Demuth, am Ende stand der Beginn einer neuen Ära im Rallyesport.

Co-Pilot am Limit: Luis Moya lotst Stig Blomqvist in die Irre

Für den früheren WM-Piloten Louis Moya (Weltmeister 1990 und 1992 an der Seite von Carlos Sainz) ging in Daun ein Traum in Erfüllung. Er durfte sich für eine Prüfung an die Seite seines früheren Idols Stig Blomqvist (Weltmeister 1984) in den Ford Sierra WRC setzen. „Es war wie immer: Professionell vorbereitet schlug ich das Bordbuch auf und lotste Stig zu Prüfung. Dabei hatte ich aber übersehen, dass es zur zweiten und nicht zur ersten Prüfung gehen sollte,“ bekannte der Spanier später. Seine Qualität konnte er dennoch beweisen – er fand problemlos den Weg vom Start der ersten zum Start der zweiten Prüfung. Begeistert ist er über den Fahrstil seines Chauffeurs: „Der Stig ist immer noch unheimlich schnell unterwegs und lenkt wirklich nur zum Einparken. Alle anderen Richtungsänderungen steuert er mit dem Auto mit ganz geringen Bewegungen am Lenkrad.“

Neue Co-Pilotin für Isolde Holderied

Der Plan war perfekt: Isolde ‚Isi‘ Holderied und ihre Copilotin Catherine Francois sollten genau jenen Toyota Corolla WRC pilotieren, mit dem sie 1999 bei der Rallye Monte Carlo den Damenpokal gewannen. Familie Geipel, die Besitzer des Fahrzeuges, hatten die Corolla wieder in den Zustand gebracht, wie sie vor 20 Jahren am Start in Monte-Carlo stand. „Das war schon ein geniales Gefühl anschließend zur Siegerehrung vor den Palast zu fahren und vom Fürsten den Pokal überreicht zu bekommen. Neben dem Gesamtsieger und dem besten Privatier hat er das nur noch für den Damenpokal gemacht,“ erläutert die zweifache Damen-Weltmeisterin. Kurz vor dem Festival musste Francois absagen, als Ersatz stand Tanja Neidhöfer parat. „Das war eine perfekte Lösung, schließlich bin ich mit Tanja bei der Deutschland 2001 meine letzte Rallye in Wertung gefahren“, sagt die Toyota Markenbotschafterin.

Neue Erkenntnisse: Kalle Grundel als Vorbild von Matthias Kahle

Kalle Grundel gewann 1985 im Peugeot 205 T16 den Titel in der Deutschen Rallye-Meisterschaft. Ab 1988 musste er anstelle des Gruppe-B-Boliden in den Gruppe-A-Peugeot 309 GTI umsteigen. „Mit so wenig Leistung und nur einer angetriebenen Achse, das war echt frustrierend. Da habe ich halt versucht, zumindest für die Zuschauer spektakulär zu fahren“, verrät er in Daun. Sein Sieg im 309 bei der Sachsenring-Rallye 1989 in Zwickau hatte ungeahnte Folgen. In Daun stand mit dem Schweden Matthias Kahle, der siebenmalige deutsche Rekordmeister, auf der Bühne. Der erklärte, „als 20jähriger sah ich im Fernsehen, wie Kalle die gesamte DDR-Elite im 309 ganz schön alt aussehen ließ. Da reifte in mir der dringende Wunsch, Rallyefahrer zu werden, um mal genau so gut wie dieser Grundel fahren zu können.“

Jürgen ‚Charlie‘ Braun: Tour-Stopp beim Festival mit vier statt zwei Rädern

Seit 22 Jahren ist Jürgen C. Braun (JCB-Communications) ununterbrochen als Berichterstatter bei der Tour de France dabei, nun aber auch im 20. Jahr bei der Rallye in Daun. Damit das möglich wurde, unterbrach er die aktuelle Tour, wechselte von den Zweirädern zu Fahrzeugen mit vier Rädern, und berichtete vom Eifel Rallye Festival. Von Daun aus ging es direkt zu den Alpen-Etappen der Tour. „In den vielen Jahren bin ich Wegbegleiter des veranstaltenden MSC Daun geworden“, erklärt der 68jährige. „Ich möchte diese wunderbare Veranstaltung nicht missen, sie ist es wert, die Tour zu unterbrechen und tausende von Kilometern hin und her zu fahren.“ Vom Festival berichtete er unter anderem für den Trierischen Volksfreund.

Gesucht wird das schönste Foto

Der Fotowettbewerb für die Fans bringt jedes Jahr unzählige und vor allem faszinierende Bilder ans Tageslicht. Zudem winken den Siegern attraktive Preise. Alle Infos dazu unter: https://www.eifel-rallye-festival.de/de/Fotowettbewerb.html.

Journalisten: Großer Andrang aus 22 Nationen

Drei TV-Sender, zwei Radiostationen und darüber hinaus viele Vertreter der schreibenden und fotografierenden Zunft berichteten vom Eifel Rallye Festival. Insgesamt 99 Journalisten aus 22 Nationen tragen ihre Eindrücke aus der Vulkaneifel ‚Around the World‘ hinaus. Die weiteste Anreise hatte dabei ein Fotograf aus Australien.

Weitere aktuelle Infos auf: www.eifel-rallye-festival.de


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