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Hattrick für Georg Berlandy - Jörg Sander gewinnt ADAC Youngtimer Trophy

Mayschoß/Ahr. Wer schlägt Georg Berlandy? Die Frage scheint zum Dauerthema bei der ADAC Youngtimer Rallye Köln-Ahrweiler zu werden. Zum dritten Mal in Folge gewann der ehemalige Deutsche Slalommeister den Rallye-Showdown im Ahr-/Eifelgebiet. Mit Copilot Knut Martick (Bergheim) drückte der Hunsrücker am Volant eines Opel Ascona 400 der Rallye seinen Stempel auf. Die Vorstellung war souverän, exakt zwei Minuten Rückstand weist die Ergebnisliste für die Zweitplatzierten Paul Jerlitschka / Dietmar Moch (Rem­scheid / Kürten) aus. Mit ihrem dem Siegerwagen leistungs­mäßig unterlegenen Ford Escort RS 2000 gaben die Dritten des Vorjahres eine gute Visitenkarte ab. „Toll, sich gegenüber dem letz­ten Jahr um einen Platz verbessert zu haben. Gegen Georg Berlandy hatten wir mit dem Auto keine Chance.“

An dritter Stelle notiert wurden die Lokalmatadore Darius Drzensla / Walter Schneider (Harscheid / Herschbroich) vor den Niederländern Gerard und Wim Hofhuis (beide Ford Escort RS 2000). Drzensla: „Wenn man bedenkt, dass unser Escort eigentlich ein reines Rundstreckenauto mit hartem Fahrwerk und langer Übersetzung ist, dann ist dieses Ergebnis hervorragend.“ Auf den ausgezeichneten vierten Gesamtplatz fuhren Herbert Schilling / Caroline Diehl (Bornheim / Seelscheid), die mit ihrem 1,6 Liter Audi 80 ihr Vorjahresergebnis wiederholten. Bei den letzten Wertungsprüfung der Rallye trumpfte das Duo mächtig auf und machten Boden gut.

Als der Hunsrücker Georg Berlandy nach den ersten beiden Sprintprüfungen am Samstag seinen Rhythmus gefunden hatte, gab es für ihn kein Halten mehr beim heißen Tanz auf den rutschigen Eifelsträßchen. Von vierzehn möglichen Bestzeiten wurden zwölf für ihn notiert. „Ab WP 3 lief heute alles perfekt, da hatte ich meinen Rhythmus gefunden. Schade, dass unser härtester Gegner Dominik an der Heiden ausgefallen ist. Bei den letzten Prüfungen habe ich mit Paul Jerlitschka noch um Sekunden gefightet.“

Pech hatte der zweimalige Sieger und Zweite des Vorjahres, Dominik an der Heiden (Wesel). In der achten Wertungsprüfung musste er an zweiter Stelle liegend den bärenstarken Porsche 911 Carrera mit einem Schaden an der Benzinpumpe abstellen. Copilot war Peter Göbel (Korb).

Nahezu drei Jahrzehnte Tourenwagen- und Rallyegeschichte präsentierten sich bei der Rallye. Insgesamt 73 Teams aus vier Nationen nahmen die Herausforderung in Angriff, das Ziel erreichten 56 Mannschaften in Wertung.

Jörg Sander neuer Titelträger der ADAC Youngtimer Trophy
An der Ahr fiel traditionell die Entscheidung in der ADAC Young­timer Trophy 2002, zu der neben Rundstrecken-, Berg- und Slalomwettbewerben die „Köln-Ahrweiler“ als einzige Rallye gewertet wird. Jörg Sander (Leichlingen) war mit seinem Gruppe-2-VW Scirocco nach acht Wertungsläufen als Führender der Meis­terschaft nach Mayschoß angereist. Bevor sich aber der heuer die Szene bestimmende Leichlinger die Meisterkrone aufsetzen konnte, musste er noch ge­hörig bangen. Denn das Finale wurde zur reinsten Zitterpartie mit der knappsten Entscheidung in der 10-jährigen Youngtimer-Geschichte.

Sander ging in WP 5 die Straße aus. Mit seinem schwarzen Fronttriebler rutschte er nach einem Fahrfehler von der Strecke und musste aufgeben, konnte aber die Tabellen­führung behalten. Mit nur 0,59 Punkten Vorsprung sicherte sich Sander letztendlich den Meistertitel vor Olaf Rost aus Solingen (Audi 80 Coupé), der bereits 1997 und 1998 die Trophy gewann. Dritter wurde der Solinger Dirk Pesch (Audi 50). Die ADAC Youngtimer Trophy 2002 war auch ein großer Erfolg für das KWL-Team. Die drei Erstplatzierten sind alle unter der Bewerbung des KWL-Teams an den Start gegangen.

Jörg Sander: „Es war meine erste Rallye und eine unheimlich tolle Erfahrung für mich. Dank meines Copiloten Wolfgang Großmann konnte ich hervorragend starten, bin aber leider in WP 5 aufgrund eines Fahrfehlers ausgeschieden. Die Rallye hat großen Spaß gemacht, ich will im nächsten Jahr wiederkommen.“

Jörg Sander ist seit fast zwei Jahrzehnten im Motorsport aktiv. 1997 gewann er die Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT). Bei der „Köln-Ahrweiler 2002“ gab er sein Debüt im Rallyesport. Copilot war der rallyeerfahrene Wolfgang Großmann aus Troisdorf.

Dass die jungen Oldies echte Zugpferde sind, wurde bei der von der Scuderia Augustusburg Brühl ausgerichteten Rallye Köln-Ahrweiler unter Beweis gestellt. Bei wechselhaftem Herbstwetter erlebten zahlreiche Motorsportfans und Anhänger von klassischen Fahrzeugen die Renaissance der schon legendären Autorallye. Insgesamt vierzehn Wertungsprüfungen (130 km) waren die sportlichen Highlights. Zum Einsatz kamen sogenannte „Young­timer-Fahrzeuge“, Autos der Baujahre 1966 bis ´81 sowie historische Rallye­fahrzeuge bis Herstellungsjahr 1971.

Rallyeleiter Klaus von Barby (Köln): „Ich bin mit dem Ausgang der Rallye, die wie in den letzten Jahren viele sportliche Highlights zeigte, sehr zufrieden. Hohe Anforderungen stellte die erstmals ins Programm aufgenommene Nür­burgring Nordschleife, die in umgekehrter Fahrtrichtung zu bewältigen war. Besonders positiv zu bezeichnen ist das sehr hohe und disziplinierte Zuschaueraufkommen an den Wertungsprüfungen, das unseren annähernd 700 Strecken-Marshals wenig Probleme bereitete. Die Besucher erlebten Rallye­sport der Spitzenklasse.“

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