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Rallye-Action zum Saisonschluss - Oldies mit Pep im Ahrtal

Brühl-Mayschoß. Achtzig Teams mit sogenannten Youngtimer-Fahrzeugen (Rundstrecken- sowie Rallyeautos der Bauperiode 1966 bis ´81 und historische Rallyewagen bis Baujahr 1971) treten am Samstag (9. November) bei der Int. ADAC Youngtimer-Rallye Köln-Ahrweiler an. Beim Saisonfinale der ADAC Youngtimer Trophy 2002 haben sie die letzte Möglichkeit Meisterschaftspunkte zu ergattern.

Bereits am Freitagabend (18 Uhr) gibt es einen Prolog zur Ermittlung der Startreihenfolge. Nach dem Auftakt am Samstagmorgen um 9 Uhr auf dem Bahnhofsgelände in Mayschoß/Ahr stehen insgesamt 13 Wertungsprüfungen in der Ahr/Eifelregion im Bordbuch der Teilnehmer. Einige spektakuläre und für Zuschauer zu empfehlende Sprintstrecken befinden sich auf dem Nürburgring sowie in unmittelbarer Nähe der Rennstrecke.

Zu den prominenten Teilnehmern zählt Fred Berßen. Als Copilot von Ford Werksfahrer Armin Kremer wurde er im vergangenen Jahr Rallye-Europameister und 1998 und 1999 Deutscher Rallyemeister. Am zweiten Novemberwochenende wird der Berliner Michael Stoschek den Weg zeigen. Der Coburger hat sich im historischen Rallyesport mit Top Ergebnissen bei der schon legendären Panamericana (Südamerika) einen Namen gemacht. Eingesetzt wird ein Porsche 911. Mit diesem Fahrzeug wurde der Franzose Gerard Larrousse 1972 Zweiter bei der Rallye Monte Carlo.

Ex Slalom-Meister peilt den Hattrick an
Zum direkten Favoritenkreis zählt Georg Berlandy (Stromberg). Der ehemalige Deutsche Slalommeister hat am Volant eines Opel Ascona nach den Siegen 2000 und 2001 den Hattrick im Visier. Ganz oben auf dem Treppchen stehen möchte auch Dominik an der Heiden (Porsche Carrera RSR) aus Wesel. Der Niederrheiner gewann 1997 und 1999 und verfehlte im Vorjahr mit nur neun Sekunden den Gesamtsieg.

Echte Hingucker-Autos sind zwei Boliden des Kalibers Lancia Stratos. Der in Insiderkreisen als „Urkeil“ bezeichnete italienische Sportwagen bestimmte 1975 und 1976 die WM-Szene. Einer dieser ehemaligen „Formel-1-Racer“ des Rallyesports wird von Dr. Helmut Stein pilotiert. Der Erkrather wurde 2000 Gesamtsieger der ADAC Youngtimer Trophy. Am Steuer des zweiten Stratos sitzt Rallyespezialist Gustav Edelhoff (Iserlohn).

Youngtimer Trophy – die Entscheidung fällt beim Finale
Die „Köln-Ahrweiler“ ist traditionell das Finale der populären ADAC Youngtimer Trophy. Die Protagonisten sind regelrechte Fünfkämpfer. Im Laufe der Saison müssen sie sich gleich in mehreren Disziplinen behaupten: bei Sprint- und Langstreckenrennen sowie im Slalom-, Berg- und Rallyesport. Die derzeitige Meisterschaftskonstellation spricht wieder für einen spannenden Showdown – so wie in den letzten Jahren.

Eine gute Ausgangsposition zum Gewinn der Trophy hat Jörg Sander aus Leichlingen. Der VW Scirocco-Pilot führt vor dem Schlussakkord die Tabelle an. Sander ist seit fast zwei Jahrzehnten im Motorsport aktiv. 1997 gewann er der Spezial-Tourenwagen-Trophy. Der Rallyesport ist für ihn absolutes Neuland. Dementsprechend hoch ist der Respekt vor der Herausforderung auf fremdem Terrain. Obwohl der momentan Zweitplatzierte Dino Eitel (Königsbach-Stein, NSU TT) nicht am Start sein wird, ist für Sander der Gewinn der Youngtimer Trophy noch nicht in trockenen Tüchern! Denn Lokalmatador Heinz-Josef Nekes hat Morgenluft gewittert und wird im seriennahen VW Scirocco eine Attacke auf seinen Markenkollegen reiten. Der Rheinbacher liegt vor dem letzten Lauf an dritter Stelle. Bei einem Klassensieg und Ausfall von Sander kann er das Ruder zu seinen Gunsten herumreißen.

Gewissermaßen als Zugabe gibt es bei der „Köln-Ahrweiler 2002“, zu der sogar Teams aus Finnland anreisen, eine erlesene Auswahl von über einem Dutzend Vorauswagen. Die bunte Palette reicht von den spektakulären Gruppe-B-Monstern wie beispielsweise der MG Metro 6R4 über hochkarätige Rallyeautos der siebziger und achtziger Jahre.

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