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Berlandy/Martick gewinnen Rallye Köln-Ahrweiler, Röhrl/Geistdörfer vorzeitig ausgeschieden

Mayschoß/Ahr. Georg Berlandy/Knut Martick (Stromberg/Bergheim) sind die ungekrönten Könige der ADAC Youngtimer Rallye Köln-Ahrweiler. Zum vierten Mal in Folge triumphierte der 33jährige ehemalige Deutsche Slalommeister Berlandy im Opel Ascona 400 beim Saisonfinale in der Ahr-Eifelregion; für Copilot Matrick war es der dritte Sieg. Walter Röhrl/Christian Geistdörfer (St. Englmar/Neubiberg) wurden vor großer Zuschauerkulisse ihrer Favoritenrolle gerecht, bis sie in Führung liegend von der Strecke abkamen und den Porsche 911 vorzeitig abstellen mussten. Platz zwei belegten mit einem Rückstand von 1:27,2 Minuten die Niederländer Gerard und Wim Hofhuis (Ford Escort RS 2000) vor ihren Markenkollegen Stefan Schlesack/Jörg Ramme (beide Remscheid). Die Letztgenannten mussten um ihre Platzierung bangen, nachdem sie drei Wertungsprüfungen vor Schluss mit Motorproblemen (defekte Ventilfeder) Zeit verloren. Mit sechs Sekunden retteten die Gewinner des Jahres 1998 Platz drei vor dem Ford Escort BDA-Team Dr. Helmut Stein/Wolfgang Witte (Erkrath/Langenfeld).

Bereits beim Prolog am Freitagabend setzten sich die zweimaligen Weltmeister Walter Röhrl/Christian Geistdörfer an die Spitze des 74 Starter (vier Nationen) starken Feldes. Bis zur sechsten von insgesamt dreizehn Wertungsprüfungen hatten sie das Zepter klar in Hand. Satte 57 Sekunden betrug die Differenz zu den Zweitplatzierten Berlandy/Matrick. Dann touchierten sie auf dem spektakulären Rundkurs in der Müllenbachschleife am Nürburgring einen Stein und mussten mit beschädigter Frontpartie die Segel streichen.

Für Berlandy/Martick gab es anschließend kein Halten mehr, der Sieg war zu keiner Zeit in Frage gestellt. „Ich bin sprachlos, kann es kaum fassen, zum vierten Mal gewonnen zu haben“, schilderte der überglückliche Berlandy im Ziel in Mayschoß. „Es war eine sehr harte Rallye. Als klar war, dass wir Walter Röhrl nicht halten konnten, sind wir auf Sicherheit gefahren. Es ist schade, dass Walter vorzeitig ausgeschieden ist.“

Ralf Kremer neuer Titelträger der ADAC Youngtimer Trophy
An der Ahr fiel traditionell die Entscheidung in der ADAC Youngtimer Trophy, zu der neben Rundstrecken-, Berg- und Slalomwettbewerbe die „Köln-Ahrweiler“ als einzige Rallye gewertet wird. Ralf Kremer (Bedburg) war nach acht Wertungsläufen als Führender der Meisterschaft angereist. Der ansonsten auf der Rundstrecke beheimatete Peugeot-Händler aus Bedburg (Audi 50) ging als Copilot von Heinz-Robert Jansen (Lohmar) im Opel Manta A an den Start. Platz fünf beim Saisonkehraus reichte Kremer zum zweiten Titelgewinn nach 1999. Kremer: „Ich bin happy über meinen zweiten Titel. Obwohl ich ansonsten als Solist auf der Rundstrecke unterwegs bin, hat die Premiere als Beifahrer riesigen Spaß gemacht. Ich würde mich jederzeit wieder auf den `heißen Sitz` setzen.“ Als zweiter der Meisterschaft konnte sich Christoph Wilde (Nörvenich) feiern lassen.

Herzschlagfinale in der ADAC Youngtimer Rallye-Trophy
In einem spannenden Finale endete die ADAC Youngtimer Rallye-Trophy 2003. Mit lediglich 0,31 Punkten Vorsprung holte sich Heinz-Robert Jansen die Meisterkrone vor Jürgen Lenarz (Sarmersbach). „Auf der vorletzten Wertungsprüfung hatten wir noch eine Schrecksekunde, als wir in einer Links 5 gegen einen Bordstein gefahren sind, wobei eine Felge in Mitleidenschaft gezogen wurde“, schilderte der Lohmarer. Sein Kontrahent Lenarz hatte im Opel Kadett C Coupé bis zum dritten von insgesamt vier Wertungsläufen die Tabelle klar angeführt. Bei der Einreich-Rallye musste er mit einer defekten Kardanwelle vorzeitig die Segel streichen. Den Saisonkehraus an der Ahr beendete der Lokalmatador an 15. Stelle des Gesamtklassements.

Resümee des Rallyeleiters
Dass die jungen Oldies echte Zugpferde sind, wurde bei der von der Scuderia Augustusburg Brühl ausgerichteten ADAC Youngtimer Rallye Köln-Ahrweiler erneut unter Beweis gestellt. Bei kühlem, sonnigen Herbstwetter erlebten zahlreiche Motorsportfans und Anhänger von klassischen Fahrzeugen die Renaissance der schon legendären Rallye. Insgesamt dreizehn Wertungsprüfungen im Ahr-Eifelgebiet (137 km) bildeten die sportlichen Highlights. Zum Einsatz kamen so genannte „Youngtimer-Wagen“ (Autos der Baujahre 1966 bis ´88) sowie historische Rallyefahrzeuge bis Herstellungsjahr 1965.

„Mit dem Ausgang der Rallye, die wieder viele sportliche Highlights zeigte, bin ich sehr zufrieden“, zog Rallyeleiter Klaus von Barby (Köln) eine erste Bilanz. „Hohe Anforderungen stellte erneut die Nürburgring Nordschleife, die in umgekehrter Fahrtrichtung zu bewältigen war. Besonders positiv zu bezeichnen ist das sehr hohe und disziplinierte Zuschaueraufkommen an den Wertungsprüfungen, das unseren annähernd 700 Strecken-Marshals wenige Probleme bereitete. Die Besucher erlebten Rallyesport der Spitzenklasse.“

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