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Rallye-Action an der Ahr - Dream-Team Röhrl/Geistdörfer startet bei der Rallye Köln-Ahrweiler

Die Attraktion ist perfekt: Das Dream-Team des deutschen Rallyesports geht bei der ADAC Youngtimer Rallye Köln-Ahrweiler (7.-8. November) an den Start. Die Ex-Weltmeister Walter Röhrl und Christian Geistdörfer werden auf einem Porsche 911 RS das achtzig Teilnehmer starke Feld anführen. Das attraktive Teilnehmerfeld be­steht aus Renntouren- und Rallyewagen, die nahezu zweieinhalb Jahrzehnte Motorsportgeschichte geschrieben haben. Zusätzliche Bereicherung erhält das Pro­gramm durch eine erlesene Auswahl hochkarätiger Rallyeautos bis Herstellungsjahr 1965. Sie werden vor dem eigentlichen Bewerberfeld die Zuschauer entlang der drei­zehn Sprintprüfungen in der Ahr-Eifelregion auf das Saisonfinale einstimmen. Nach einem Prolog (Freitag, 18 Uhr) stehen am Samstag zwölf Wertungsprüfungen im Bordbuch der Protagonisten. Start (9.00 Uhr) und Ziel (16.45 Uhr) sind in Mayschoß (Ahr).

Für Zuschauer und Teilnehmer ist die Rallye Köln-Ahrweiler jedes Jahr aufs Neue ein Spektakel der besonderen Art. Denn ebenso bunt gemischt wie das Kontingent der Wett­bewerbswagen ist das Fahreraufgebot. Nahezu geschlossen treten die Spitzenvertreter der ADAC Youngtimer Trophy zum Schlagabtausch gegen ihre Kollegen aus der Rallye­branche an. Wer zeigt Top Star Walter Röhrl im über 270 PS starken und nur 900 Kilo­gramm Leichtgewicht Porsche 911 RS die Zähne? Ist es der Vorjahresbeste Georg Berlandy am Volant seines verteufelt schnellen Opel Ascona 400? Der ehemalige Deutsche Slalommeister brillierte bereits dreimal in Folge und ist der erfolgreichste Fahrer der „Köln-Ahrweiler“.

Stets für eine Überraschung gut ist Guido Senge (Toyota Celica), der bis zu seinem Ausfall im letzten Jahr eine tolle Vorstellung bot. Zum erweiterten Favoritenkreis gehört Stefan Schlesack. Der mehrmalige Deutsche Rallyemeister in der Kategorie der seriennahen Fahrzeuge sitzt wieder am Volant des Ford Escort RS 2000, mit dem er sich bereits 1998 als Bester in Mayschoß feiern lassen konnte. Ganz weit nach vorn fahren möchte auch der Zweitplatzierte von 2002, Paul Jerlitschka (Ford Sierra Cosworth) und Heinz-Robert Jansen (Opel Manta) sowie der „fliegende Finne“ Erkki Granlund (Opel Ascona A). Last but not least lauert mit Michael Stoschek/Dieter Schneppenheim (Porsche 911) ein weite­res interessantes Team auf seine Chance: Stoschek hat sich im historischen Rallyesport mit Top Ergebnissen bei der schon legendären Panamericana (Südamerika) einen Namen ge­macht. Schneppenheim wurde als Copilot von Matthias Kahle mehrmals Deutscher Ral­lyemeister.

Walter Röhl – Individualist und Sympathieträger
Für den heute 56jährigen Walter Röhrl ist das anspruchsvolle Terrain der „Köln-Ahrwei­ler“ kein Neuland. 1983 stellte er sich erstmals der Herausforderung. Der Einsatz galt Er­probungszwecken des Audi quattro S1 – ein kapitaler Überschlag beendete vorzeitig den Test des Gruppe-B-Boliden. Elf Jahre später schrieb Röhrl sich erstmals in die Siegerliste ein. Zum Einsatz kam ein Ford Escort TC, 1994 wiederholte er den Erfolg auf einem Opel Ascona A.

Der gebürtige Regensburger ist ein fahrerisches Allround-Genie. Während seiner Epoche war er der absolute Superstar. Vierzehn Mal siegte Walter Röhrl bei WM-Läufen, domi­nierte mit konventionellen Frontmotor/Heckantrieb-Autos 1980 (Fiat) und 1982 (Opel) ge­nauso, wie 1993 mit einem Mittelmotor-Sportwagen (Lancia) und 1984 mit Vierradantrieb (Audi). Seine beiden Rallye-Weltmeisterschaften holte er sich 1980 mit Fiat und 1982 mit Opel. Noch heute gilt der populäre Walter Röhrl als „Genie auf Rädern“ wie ihn einst Formel 1-Ikone Niki Lauda bezeichnete. Und mit Christian Geistdörfer (50) sitzt dem In­dividualisten ein Vertrauter aus alten Rallyezeiten zur Seite. Mit zwölf Siegen bei WM-Rallyes in aller Welt ist er der bisher erfolgreichste deutsche Rallye-Beifahrer.

Highnoon am ‚Ring' – Top Zuschauerplätze
Dreizehn Wertungsprüfungen im Ahr-Eifel-Gebiet werden am zweiten Novemberwochen­ende die Spreu vom Weizen trennen. Die Route wird erst kurz vor dem Start bekannt ge­geben. Einige Sprintstrecken befinden sich in unmittel­barer Nähe des Nürburgrings. Eine fahrerische Herausforderung ist die Prüfung „Feste Nürburgring“ (11.15 Uhr). Bei ihr wird der Kurs entgegen der sonst üblichen Fahrtrichtung unter die Räder genommen. Empfeh­lenswert für Zuschauer ist am Samstag gegen 11.30 und 15.10 Uhr ein spektakulärer Rundkurs im Bereich der Müllenbachschleife.

Die Rallye beginnt am Freitag (18 Uhr) mit einem Prolog. Auftakt zur zweiten Etappe ist am Samstag um 9.00 Uhr. Nach einer Pause (ab 12.10 Uhr) im Industriepark Meuspath / Nürburgring und weiteren sechs Prüfungen wird das erste Fahrzeug um 16.45 Uhr im Start- und Zielort Mayschoß (Bahnhof) zurück erwartet. Zuschauerunterlagen gibt es je­weils am Freitag ab 17 Uhr sowie am Samstag ab 7 Uhr am Start und ab 10 Uhr am Nür­burgring (Haus D, Einfahrt zum Fahrerlager). Infos unter Tel. (02232) 357 57 (ab 18 Uhr).

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