HOME  RALLYES  ORGANISATION  PARTNER  EHRENTAFEL  STATISTIK  KONTAKT  MEDIA 10.-12.11.2017  

Der Doppelweltmeister geht vom 12. – 14. November in der Eifel auf Rallye-Tour:
Walter Röhrl trifft auf 90 Konkurrenten

Das zweite November-Wochenende wird in der Eifel zum Rallye-Fest. 90 Teams haben sich mit ihren historischen Fahrzeugen angemeldet, um bei der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler auf die Jagd nach Bestzeiten und Gesamtsieg zu gehen. Angeführt wird das Feld von Rallye-Legende Walter Röhrl, der mit Co-Pilot Karl-Heinz Heger in einem Porsche 911 ST Platz nimmt. Wie seine Verfolger geht auch er auf einem „Youngtimer“ genannten jungen Oldie an den Start – einem klassischen Wettbewerbsfahrzeug der vergangenen Jahrzehnte. Von NSU TT und Fiat 124 über Simca Rallye und Alfa Sud bis hin zum legendären „Hundeknochen“-Ford Escort MK 1, Opel Manta und Porsche 911 reicht die Bandbreite. Eine Bereicherung stellen außerdem die Rallye-Klassiker dar, die als Vorausfahrzeuge das Feld außerhalb der Wertung anführen. Für Fans hat die veranstaltende Scuderia Augustusburg Brühl eine Reihe attraktiver Zuschauerpunkte eingerichtet. Am Freitag (12. November) wird am späten Nachmittag rund um das Rallyezentrum in Mayschoß (an der B267, Nähe Bad Neuenahr-Ahrweiler) bereits viel Action geboten. Am Samstag spielt sich das Geschehen dann auch rund um den Nürburgring ab. Eine vollständige Liste der Zuschauerpunkte und viele weitere Infos rund um die ADAC Rallye Köln–Ahrweiler finden sich unter www.r-k-a.de auf der offiziellen Homepage der Veranstaltung.

Nicht nur die Wettbewerbsfahrzeuge, auch die Regeln sind bei der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler klassisch: Die eigentliche Streckenführung wird erst zum Start veröffentlicht. Das bedeutet, dass die Wertungsprüfungen nicht vor dem Wettbewerb abgefahren werden dürfen. „Darauf bestehen auch die Gemeinden und die Behören und dafür habe ich volles Verständnis“, betont Organisationsleiter Hans-Werner Hilger von der Scuderia Augustusburg Brühl. Klarheit hingegen herrscht für die Fans: Für sie werden am zweiten November-Wochenende vier Haupt-Zuschauerpunkte eingerichtet, die beste Sicht, optimale Sicherheit und guten Service bieten. Am Freitagnachmittag ist ab 17.45 Uhr eine erste Gelegenheit zum Zuschauen am Ortsende von Esch an der K35 (westlich Bad Neuenahr-Ahrweiler). Am Samstag konzentriert sich das Interesse zunächst auf die Umgebung des Nürburgrings. Reifferscheid (ab 9.30 Uhr), Nürburgring-Nordschleife (Bereich Brünnchen / Breidscheid ab 10.30 Uhr) und das Industriegebiet Müllenbach (ab 11.15 Uhr) sind dann die Anlaufstellen. Besonders empfehlenswert ist außerdem eine Stipvisite nach Meuspath, wo in der Mittagszeit die Teams im Ortskern eine Rast einlegen. An allen diesen Punkten ist der Eintritt frei. Bester Schlüssel für alle Zuschaueraktivitäten ist der Erwerb des Programmheftes, das für 10 Euro angeboten wird. „Mit dem absolut lesenswerten Heft erhält jeder Käufer auch eine große Landkarte“, schildert Hans-Werner Hilger. „Damit erwirbt man nicht nur ein praktisches Hilfsmittel, sondern auch ein schönes Andenken an die Veranstaltung.“ Die Zuschauerunterlagen werden am Freitag und Samstag jeweils in der Nähe der Zuschauerpunkte sowie im Fahrerlager in Mayschoß angeboten. Am Nürburgring ist am Samstag ab 10.00 Uhr ein zusätzlicher Anlaufpunkt an der Fahrerlager-Zufahrt des Nürburgrings (Haus D, direkt an der B258) eingerichtet.

Youngtimer: Titelvergabe beim Finale
Die Hauptakteure im sportlichen Geschehen stellen bei der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler einmal mehr die Teams der Youngtimer-Serien. Sowohl in der ADAC Youngtimer-Trophy, die zum Saisonausklang nochmals einen Ausflug von der Rundstrecke auf die Rallye-Piste unternimmt, als auch in der separat ausgeschriebenen ADAC Youngtimer-Rallye-Trophy ist der Finalkampf noch offen. Auf den 140 km auf 13 Wertungsprüfungen dürfen sich die Fans auf einen heißen Tanz freuen. Zudem wurde die Veranstaltung in den vergangenen Jahren immer mehr auch zum Anziehungspunkt der Rallye-Cracks, die ein Fahrzeug eigens für die ADAC Rallye Köln–Ahrweiler vorbereiten. So wird auch Walter Röhrl fighten müssen, will er den Gesamtsieg holen. Der Rallye-Weltmeister von 1980 und 1982 fiel im vergangenen Jahr spektakulär aus und will nun die Revanche. Kein leichtes Unterfangen, tritt er doch gegen starke Konkurrenten an. Ex-Werkspiloten, wie der Remscheider Stefan Schlesack (Ford Escort RS 2000) oder Christoph Schleimer (Obertiefenbach, Vauxhall Astra) sind ebenso zu überwinden, wie der ehemalige Meister der historischen Rallye-EM, Michael Stoschek (Coburg, Porsche Carrera RSR).

Stelldichein der Rallye-Asse
Nicht nur die klassichen Fahrzeuge im laufenden Wettbewerb lohnen den Weg in die Eifel. Viele Blickfänge gibt es auch im Feld der Vorauswagen zu bestaunen, wo sich zudem die Rallyeszene ein Stelldichein gibt. Da ist etwa Dieter Schneppenheim, der mehrfache Deutsche Rallye-Meister als Co-Pilot. Er startet wie alle Vorausfahrzeuge außer Konkurrenz und setzt sich als Co-Pilot neben seinen Partner Klaus Stebani in einen Skoda Fabia RS TDI (Baujahr 2004). Die beiden Betreiber des KDS--Teams sind unter anderem als Betreiber des Deutschen Rallye-Junior-Teams im Auftrag des DMSB tätig. Schneppenheims Sohn Stefan sitzt ebenfalls auf dem Beifahrersitz: Im Toyota Corolla GT AE 86 weist er dem mehrfachen Klassensieger bei Rallye-WM-Läufen, Andreas Mansfeld (Lohmar), den richtigen Weg. Auch ein weiterer Rallye-Protagonist im Vorauswagen nutzt die Rallye Köln–Ahrweiler zum Familienausflug: Reinhard Klein, einer der weltbesten Rallye-Fotografen, steuert seinen Gruppe-B-MG Metro 6R4 (Baujahr 1985), auf dessen Beifahrersitz sein Sohn Daniel Platz nimmt. Klein ist einer der Initiatoren der Vereinigung „slowly sideways“, die sich der Pflege und dem Erhalt historischer Rallye-Fahrzeuge verschrieben hat. Und er wird nicht das einzige Mitglied der freundlichen Truppe von Rallye-Enthusiasten sein, das seinen klassischen Boliden in der Eifel im ureigenen Element ausführt.

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