HOME  RALLYES  ORGANISATION  PARTNER  EHRENTAFEL  STATISTIK  KONTAKT  MEDIA 11.-13.11.2016  
Top-Starterfeld mit über 100 Teilnehmern bei der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler:
Rallyefest beim Herbstklassiker in der Eifel

Mit einem riesigen Starterfeld erwartet die ADAC Rallye Köln–Ahrweiler die Fans vom 11. bis 13. November 2005. Über 100 klassische Rallyefahrzeuge werden die 13 Wertungsprüfungen in Ahrtal und Eifel in Angriff nehmen. Ein mit hochkarätigen Piloten gespicktes Starterfeld und bildschöne Fahrzeuge machen Lust auf einen Herbstausflug mit rasanten Einblicken. So greift der zweifache Deutsche Rallye-Meister Reinhard Hainbach mit Co-Pilot Erhard Ricken ebenso ins Geschehen ein, wie der amtierende Meister im Porsche Carrera Cup, Christian Menzel. Den stimmungsvollen Auftakt gibt es am Abend des elften Elften. Während an Rhein und Ahr traditionsgemäß der Karneval eröffnet wird, bekommen die Besucher der Rallye ihren Leckerbissen von den Organisatoren der Scuderia Augustusburg Brühl: In den Weinbergen bei Mayschoß steigt ab 18.00 Uhr die Jagd nach den besten Startplätzen bei der Prolog-WP. Am Samstag steht dann ab 9.00 Uhr ein rundes Dutzend unterschiedlicher Strecken im Zeitplan, der die Teams am Vormittag entlang der Ahr und gegen Mittag dann in die Region rund um den Nürburgring führt. Hinweise zu Zuschauerplätzen und Zeitplan bietet vor der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler die offizielle Homepage der Veranstaltung: Unter www.r-k-a.de finden sich außerdem auch aktuelle Infos und die vollständige Starterliste.

Der Blick in die Teilnehmerliste der Rallye weckt in diesem Jahr besondere Vorfreude. Exakt 109 Teams haben ihre Nennung abgegeben und wollen den Herbstklassiker in Angriff nehmen. „Wir sind vom Ansturm der Teilnehmer überwältigt“, staunt Organisationsleiter Hans-Werner Hilger. Für ihn und die Organisatoren der Scuderia Augustusburg Brühl ergibt sich durch den Riesenansturm ein „Luxusproblem“ der besonderen Art: „Jetzt wird es in Mayschoß eng aber gemütlich“, grinst der Orgaleiter. „Natürlich werden wir für jedes Team Platz haben, aber dazu werde ich am Wochenende vor der Veranstaltung noch einmal Ausschau nach zusätzlichen Serviceflächen halten müssen.“ Die Zusatzarbeit dürfte ihm allerdings besondere Freude bereiten, geht es doch um bildschöne Fahrzeuge und hochkarätige Piloten. Vorjahressieger Paul Jerlitschka steht keine einfache Aufgabe bevor. Der Remscheider tritt mit Co-Piloter Dieter Moch (Kürten) erneut im Ford Escort RS 2000 an. „Der Sieg bei der Köln–Ahrweiler im vergangenen Jahr war für mich der größte Erfolg mit diesem Auto. Bei dem tollen Starterfeld in diesem Jahr dürfte es ziemlich schwierig werden, den Gesamtsieg zu wiederholen.“ Zu den Jägern gehört zum Beispiel Rallye-Routinier Stefan Schlesack (Remscheid). Der ehemalige deutsche Gruppe-N-Champion startete schon im vergangenen Jahr auf einem weiteren Escort RS 2000 und will diesmal mit Co-Pilot Peter Schaaf (Mayen) angreifen. „2004 waren wir mit falscher Reifenwahl nicht wirklich konkurrenzfähig“, blickt Schlesack zurück. „Diesmal versuchen wir, es besser zu machen und vorne mit dabei zu sein.“ Der Fight um den Gesamtsieg verspricht demnach einen heißen Tanz, zumal sich auch weitere Top-Paarungen anmeldeten. Da ist etwa der Deutsche Rallyemeister von 1978 und 1979, Reinhard Hainbach (Schotten). Er pilotiert mit Erhard Ricken (Köln) einen BMW 2002 TI. Mit Dieter Schneppenheim (Alpen) ist auch einer der erfolgreichsten deutschen Co-Piloten am Start. Der dreifache Deutsche Rallye-Meister (1997, 2000 und 2001) will dem Ex-Champion der historischen Rallye-EM, Michael Stoschek (Coburg), im Porsche 911 RSR den Weg weisen. Der ehemalige Vertragsfußballer und erfolgreiche Rallyepilot Klaus Fritzinger (Kaiserslautern) tritt in einem der spektakulärsten Fahrzeuge des Feldes an: Mit Karl-Heinz Heger (Iserlohn) bewegt der Sieger der Tour d'Europe einen Datsun 240 Z Competition.

Rundstrecken-Ass Christian Menzel wagt sich auf die Rallyepiste
Zu den über 100 Startern gehören auch Teilnehmer, die sonst auf der Rundstrecke zu Hause sind. Etwa Christian Menzel, der sich in diesem Jahr als Champion im Porsche Carrera Cup feiern ließ. Der Kelberger tritt in einem Ford Escort RS 2000 in ungewohntem aber keineswegs unbekanntem Terrain an: Der Einsatz bei der Köln–Ahrweiler ist seine zweite Veranstaltung im Rallyeauto. Allerdings dürfte er die fehlende Erfahrung auf den traditionellen Prüfungen rund um den Nürburgring mit Ortskenntnis wettmachen. Denn Menzel ist seit Jahren auf der Eifelstrecke als Fahrsicherheitsinstruktor unterwegs und darf sich auf den WPs der Hocheifel getrost als Lokalmatador fühlen. Ähnlich könnte es Andreas Mansfeld gehen, der in einem BMW M3 an den Start geht. Der Lohmarer ist auf dem Nürburgring auch als Organisator der Honda-Rennaktivitäten im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft bestens bekannt. Und auch im Rallyecockpit fühlt er sich wie zu Hause, gehören zu seinen sportlichen Erfolgen doch vordere Plätze bei DRM- und WM-Einsätzen. Der Gesamtsieg wird ihm allerdings verwehrt bleiben: Mit Burkhard Hesseler (Köln) nimmt er in einem Fahrzeug Platz, das nach dem 31.12.1981 gebaut wurde – und hat damit den Status eines Gaststarters im Feld des historischen Events. Durch die Zulassung jüngerer Fahrzeuge kommt so ein Starterfeld zusammen, das den Weg in die Eifel auf jeden Fall lohnend macht. Da sind Ford Escort, VW Golf und Polo, Opel Kadett, Ascona und Manta ebenso zu finden wie eine ganze Meute traumhaft schöner GTs. Neben einer Porsche-Armada gibt es dabei auch immer wieder ungewöhnliche Hingucker. Etwa den Ford Mustang TS der Lokalmatadore Erwin Derichs und Ute Simon (Mayen / Boos) oder den Jaguar E-Type von Oliver Louisoder / Fred Niemeyer (Trier / Wuppertal).

Youngtimer-Event mit illustren Gästen
Für den Gesamtsieg bei der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler kommen traditionell nur Fahrzeuge nach Youngtimer-Reglement in Frage. Diese Wettbewerbsautos aus den 60ern bis in die frühen 80er Jahre stellen denn auch das Gros der Teilnehmer. Nicht zuletzt fährt die Youngtimer Trophy des ADAC Nordrhein vom 11. bis 13. November auch ihr Saisonfinale aus. Und das verspricht eine spannende Angelegenheit zu werden, ist doch der Ausgang der beiden Wer tungen völlig offen. Für die Youngtimer Trophy, die als „Vielseitigkeitswettbewerb“ auch Sprintrennen und Enduranceläufe auf der Rundstrecke sowie einen Slalom umfasst, ist der Saisonabschluss bei der Rallye im Herbst die neunte Veranstaltung im Kalender. Hier hat sich Jörg Chmiela (Oberkail) im Alfasud einen Vorteil verschaffen können. Mit 119,4 (111,2 Punkte nach Streichergebnis) rangiert er vor einer außerordentlich dicht gestaffelten Verfolgergruppe, in der noch alles möglich ist. Die Simmerather Peter Heinrich (BMW M3, 105,8 Punkte) und Achim Heinrich (BMW 635 CSI 103,8 Punkte) haben sich als heißeste Verfolger herauskristallisiert. Noch vor Chmiela wurde ein Pilot in der Starterliste einsortiert, der im vergangenen Jahr bei der Rallye Köln–Ahrweiler den Sack zumachte: Der Solinger Olaf Rost holte 2004 im VW Polo im Finale den Youngtimer-Titel. Mit 88 Punkten liegt er allerdings in diesem Jahr schon abgeschlagen auf Platz 17. Auch in der Youngtimer Rallye Trophy ist die Tabellensituation vor dem letzten Lauf spannend. Nach sieben Rallyes hat sich Jürgen Lenarz (Sarmersbach, Opel Kadett Coupé) mit 130 Punkten an die Spitze der Wer tung setzen können. Er führt vor dem abschließenden Lauf knapp vor dem Saarländer Detlef Rudolph (Peugeot 104 ZS).

Freier Eintritt für Zuschauer
Nicht nur die Fahrzeuge, auch das Konzept der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler knüpft an alte Rallyetraditionen an. So wird die Streckenführung erst zum Start der Rallye bekannt gegeben, das im modernen Rallyesport übliche Abfahren der Prüfungen vor dem Start ist untersagt. Auch das mehrfache Befahren von Wertungsprüfungen gibt es beim Herbstklassiker in der Eifel nicht. So kommen 13 Prüfungen und rund 160 unterschiedlichste WP-Kilometer zustande – mehr als bei fast jeder anderen Rallye in Deutschland. Doch nicht nur für die Teilnehmer, auch für die Fans bedeutet das traditionelle Konzept eine erhöhte Anforderung – wer viel erleben möchte, muss sich selbst organisieren können und mobil sein. Als Highlights für Zuschauer bieten sich dabei verschiedene Bereiche an. Allen voran lohnt natürlich der Ausflug zum Rallyezentrum in Mayschoß. Hier ist am Freitagabend (11.11.) vor und nach der Prolog-WP viel zu sehen, am Samstagmorgen gehen die Teilnehmer von hier aus auf die zweite Etappe. Die Reise am zweiten Rallyetag führt vorbei an den Zuschauerzonen in Kreuzberg (L76 Richtung Kirchsahr, ab ca. 8.00 Uhr), Reifferscheid (9.30 Uhr), an der Nürburgring-Nordschleife (Bereich Brünnchen ab 10.30 Uhr) und im Industriegebiet Müllenbach (ab 11.00 Uhr – alle aufgeführten Zeiten sind Sperrzeiten vor dem Start der WP, nach denen das Erreichen der Zuschauerpunkte teilweise erheblich erschwert ist). An allen Zuschauerpunkten ist der Eintritt frei. Wer seinen Rallyetrip vorab planen möchte, findet alle wichtigen Informationen im Internet unter www.r-k-a.de. Ausführliche Informationen gibt es allerdings erst während der Veranstaltung im Programmheft, das für zehn Euro erhältlich ist. Die Zuschauerunterlagen enthalten neben vielen Infos rund um die Rallye und ihre Teilnehmer auch eine detaillierte Landkarte. Am Freitag ist das Heft ab 15.00 Uhr im Servicepark am Rallyezentrum in Mayschoß (Winzerverein) und ab 17.30 Uhr am Ortsende von Esch (K35) erhältlich. Samstags gibt es das Programm ab 7.00 Uhr in Mayschoß (Servicepark und an der B267), ab 8.00 Uhr in Kreuzberg (L76 in Richtung Kirchsahr) und ab 9.00 Uhr in Reifferscheid. Fans, die direkt in Richtung der Nürburgring-Prüfungen anreisen, werden ab 10.00 Uhr an der B258 (gegenüber Haus D), auf dem Parkplatz Brünnchen und in Breidscheid sowie ab 10.30 Uhr im Industriegebiet Müllenbach fündig.

(c) 2004 ks design