HOME  RALLYES  ORGANISATION  PARTNER  EHRENTAFEL  STATISTIK  KONTAKT  MEDIA 11.-13.11.2016  

100 Starter bei der ADAC Rallye Köln-Ahrweiler
Rallyelegenden, wie Lancia Stratos, Porsche 911 und 924, Opel Manta 400 und Ford Escort RS 2000 geben sich am kommenden Wochenende die Ehre: Vom 10. bis 12. November 2006 treten die legendären Fahrzeuge der Vergangenheit bei der Rallye Köln – Ahrweiler im Kampf um Driftwinkeln und Bestzeiten an. Die Youngtimer aus den 70er- und 80er-Jahren kommen auf den rund 160 WP-Kilometern zwischen Mayschoß / Ahr und der Region um den Nürburgring in ihrem ureigenen Element zum Einsatz und werden zudem von ausgewiesenen Experten bewegt. Vier ehemalige Sieger der Köln – Ahrweiler haben ihre Nennung abgegeben. Zu ihnen gesellen sich Asse aus der Youngtimer- Szene ebenso, wie bekannte Teilnehmer aus dem Rundstreckensport. Alle Indizien sprechen also für spannende Fights, den die Fans bereits am Freitagabend beim stimmungsvollen Auftakt erleben können: Ab 18.00 Uhr stehen in den Weinbergen bei Mayschoß die ersten WP-Kilometer auf dem Programm. Der Samstag führt die Teams durch das Ahrtal bis an den Nürburgring. Highlights erwarten die Fans bei den Rundkursen in Müllenbach (11.30 und 14.55 Uhr) sowie am Zuschauerpunkt „Brünnchen“ an der Nordschleife (ab 10.45 Uhr, Eintritt an allen WPs ist frei). Alle wichtigen Infos finden sich im Programmheft, das ab Freitag, 15.00 Uhr im Servicepark (Winzergenossenschaft Mayschoß) zu haben ist. Vor dem Event informiert unter www.rallye-koeln-ahrweiler.de außerdem die offizielle Homepage der Veranstaltung.

Die ADAC Rallye Köln – Ahrweiler ist gleich in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung im Motorsport-Kalender. Der motorsportliche Herbstklassiker in Ahrtal und Eifel präsentiert die klassischen Rallyefahrzeuge, für die die Veranstaltung konzipiert wurde, im authentischen Umfeld. So bleibt die Streckenführung bis zum Start geheim: Wie im historischen Rallyesport muss bei den Teams im Cockpit ab dem ersten WP-Meter alles stimmen – ohne Training oder vorheriges Abfahren. Zudem wird keine der Prüfungen in gleicher Form doppelt absolviert: Auch dies eine heute außergewöhnliche Remiszenz an vergangene Rallyetage. Gewohnt herzerfrischend sind die Fights um die Sekundenbruchteile auf den WPs, denn einmal mehr hat sich ein qualitativ wie quantitativ hervorragend besetztes Starterfeld angemeldet. Für Vorjahressieger Oliver Rohde mit Co-Pilot Jan Wolff (beide Essen, Porsche 924 Carrera GT) wird die Wiederholung des Erfolges sicherlich nicht einfach. So will etwa der Zweite des Jahres 2005, Stefan Schlesack (Ford Escort RS 2000), seinen Gesamtsieg von 1998 ebenso wiederholen, wie Dominik an der Heiden (Wesel, Porsche 911 Carrera RS) seine Siege von 1999 und 1997. Auch Paul Jerlitschka (Remscheid, Ford Escort RS 2000), Sieger des Jahres 2004, wird sich einiges vorgenommen haben. Allerdings wird er bei der Ermittlung des Siegers keine Rolle spielen – denn sein Escort RS gehört nicht zur Gruppe der gesamtsiegberechtigten Fahrzeuge: Nur Youngtimer auf dem technischen Stand der Baujahre bis 1981 fighten um die Ehre, als erste über die Zielrampe rollen zu dürfen. Das dürfte der Motivation Jerlitschkas allerdings nicht mindern, kann er sich doch wie seine Mitstreiter auf den Sekundenkampf mit illustren Konkurrenten freuen. Dazu gehören Youngtimer-Asse, wie der ehemalige Deutsche Rallye-Junior-Champion Christoph Schleimer (Obertiefenbach, Vauxhall Astra GTE) ebenso, wie Toni Werner: Der Altfraunhofer tauscht seinen Porsche 911, den er bei modernen Rallyes steuert, diesmal gegen ein Opel Kadett C Coupé. Eine ganze Heerschar bildschöner Rallyeboliden von Porsche über Alfa Romeo und MG B bis hin zu Lancia Delta Integrale und Stratos: Auch die außergewöhnlichen Fahrzeuge locken weitere illustre Piloten an. So zum Beispiel den Porsche-Supercup-Vizechampion Richard Lietz. Der Österreicher bewies in dieser Saison in seiner Heimat bereits, dass er auch im Rallyefahrzeug schnell ist und will es bei der Rallye Köln – Ahrweiler im Ford Escort RS 2000 erneut versuchen. Er wird dabei auf einen alten Bekannten treffen: Porsche-Cup- und Ex-DTM-Pilot Christian Menzel reist für den Start aus dem nahegelegenen Kelberg zu einem Heimspiel der besonderen Art an.

Zwei Youngtimer-Champions gesucht
Einen wichtigen Teil des Starterfeldes bilden jene Piloten, die in den beiden Youngtimer-Serien unter dem Dach des ADAC Nordrhein um Punkte und Pokale kämpfen. Sowohl die Fahrer aus der ADAC Youngtimer Trophy als auch die Teams der ADAC Youngtimer Rallye Trophy absolvieren bei der Rallye Köln – Ahr weiler ihr Finale. Besonders spannend ist dabei die Situation in der Youngtimer-Trophy, in der es nach sieben Wettbewerben denkbar knapp zugeht. Christoph Wilde (Nörvenich) führt im Simca Rallye 2 mit 89,06 Punkten (85,93 Punkte nach Streichresultat) das Championat an. Der Dürener Fanz-Josef Heiden im Ford Escort RS 2000 folgt mit 86,10 (84,43) Zählern, Michel Schmiemann (Essen, Opel Kadett C) liegt als Dritter mit 82,68 Punkten ebenso in Schlagdistanz, wie Jörg Chmiela (Oberkail, Alfa Sud), der 83,22 (78,22) Punkte sammelte. Auch auf den folgenden Plätzen geht es enorm eng zu, so dass die Piloten beim Finale noch einmal alle Kräfte aktivieren müssen. Auch in der Youngtimer Rallye-Trophy bahnt sich ein spannender Finallauf an. Hier konnte sich der Merziger Detlef Rudolph (Peugeot 104ZS) mit 122,53 Punkten (109,40 nach Streichergebnis) zwar bereits ein kleines Polster herausfahren, doch sein Verfolger Horst Schmitt (Ladenburg, Opel Kadett C GT/E) kann ihn mit seinen 113,52 (101,02) Punkten noch einholen. Und er wird sicherlich mächtig Gas geben, schließlich ist auch der Kampf um die Vizemeisterschaft noch völlig offen.

Freier Eintritt für Zuschauer bei der Köln-Ahrweiler
Die traditionell geheime Streckenführung der ADAC Rallye Köln – Ahrweiler stellt auch die Zuschauer vor besondere Anforderungen. Sie können hier nicht frühzeitig planen, welche Prüfung sie besuchen wollen, sondern erfahren – ebenso wie die Teilnehmer – erst kurz vor dem Start die exakte Route. „Natürlich können sich die Fans aber wieder auf die schon traditionellen Zuschauerpunkte freuen“, verrät Orgaleiter Hans-Werner Hilger von der Scuderia Augustusburg Brühl. Am Freitagnachmittag ab 18.00 Uhr werden die Motoren in den Weinbergen nahe Mayschoß zum ersten Mal dröhnen. Am Samstag stehen morgens die Zuschauerpunkte an der Nordschleife im Mittelpunkt des Interesses (ab ca. 10.45 Uhr), anschließend ist das Rallye-Geschehen von den Zuschauerplätzen im Industriegebiet Müllenbach (11.30 und 14.55 Uhr) zu sehen. An allen Zuschauerpunkten ist der Eintritt frei. „Mit dem Kauf der Zuschauerunterlagen hat jeder Besucher die Möglichkeit, die Veranstaltung auch finanziell ein wenig zu unterstützen“, schildert Hilger. Neben dem informativen Programmheft enthalten die Unterlagen für zehn Euro außerdem den Rallye-Aufkleber und eine detaillierte Karte des Rallye-Gebiets. Die Beliebtheit der Veranstaltung bei den Fans lässt den Orgaleiter außerdem eine Bitte an alle Besucher formulieren: „Im vergangenen Jahr hatten wir Behinderungen und Stockungen durch wildes Parken“, so Hans-Werner Hilger. „Deshalb setzen wir diesmal an neuralgischen Punkten Marshalls ein, die den Weg zu den Parkplätzen weisen. Unsere große Bitte an alle Besucher: Nutzen Sie diese Möglichkeiten. Das trägt entscheidend zu reibungslosen Abläufen bei. Mit zugeparkten Rettungswegen gefährden Sie zudem die Zukunft der betroffenen Rallye-Prüfungen.“

(c) 2004 ks design