HOME  RALLYES  ORGANISATION  PARTNER  EHRENTAFEL  STATISTIK  KONTAKT  MEDIA 10.-12.11.2017  

Der Rallyeklassiker am zweiten November-Wochenende:
Rallye Köln–Ahrweiler lockt die Fans in die Eifel

Tausende von Rallyefans zieht es am zweiten November-Wochenende in die Eifel. Auf dem Programm: die ADAC Rallye Köln–Ahrweiler, eine der Traditionsveranstaltungen im Rallyekalender. Am 9. und 10. November zeigen rund 120 Teams aus Deutschland und Europa ihre Driftkünste auf den Wertungsprüfungen zwischen Mayschoß und dem Nürburgring. Vom beliebten Opel Ascona 400 über Escort RS 2000 und Porsche Carrera bis hin zum legendären Lancia Stratos finden die Besucher an der Strecke eine einzigartige Mischung aus Rallye-Historie und packendem Sport. Am Freitag, 9. November, steht ab 18:01 Uhr eine spektakuläre Wertungsprüfung bei Dunkelheit in den Weinbergen an, unmittelbar danach können die Rallyefreunde die Fahrzeuge dann schon wieder in Mayschoß aus nächster Nähe sehen. Am Samstagmorgen (9:01 Uhr) startet der Rallyetross dann von dort in Richtung Nürburgring, wo das erste Fahrzeug gegen 13:00 Uhr in Meuspath erwartet wird. Über die Zielrampe in Mayschoß dürfte das erste Fahrzeug dann gegen 17:00 Uhr rollen. Informationen rund um die Rallye – so etwa auch zu Zeitplan und Zuschauerplätzen – gibt es unter www.r-k-a.de im Internet oder am Start in Mayschoß.

Der eigentliche Verlauf der Rallyestrecke ist bei der Rallye Köln–Ahrweiler nach klassischem Vorbild geheim. Und gerade in diesem Jahr wurde ein Teil der Wertungsprüfungen überarbeitet. Das vorherige Abfahren alter Streckenteile ist daher nicht nur per Reglement verboten, sondern auch noch sinnlos. Dennoch dürfen sich die Fans natürlich wieder auf die beliebtesten Zuschauerpunkte freuen. Dreh- und Angelpunkt der Rallye bleibt der Winzerort Mayschoß, wo auch das offizielle Programmheft der Veranstaltung mit allen Informationen zu den Zuschauerplätzen sowie einer detaillierten Landkarte erhältlich ist. Ein perfekter Ort, um Autogramme zu sammeln und die Rallyefahrzeuge ungestört betrachten zu können, ist das unmittelbar am Nürburgring gelegene Meuspath. Von dort sind es auch nur ein paar Meter bis zum Zuschauerpunkt in Müllenbach. Dort ist – wie übrigens an allen Zuschauerplätzen – der Eintritt frei.

Zu sehen gibt es an den Zuschauerpunkten eine Reise in die gute alte Zeit des Rallyesports. Auch wenn Rallye-Ikone Walter Röhrl in diesem Jahr wegen beruflicher Verpflichtungen nicht am Start sein kann, glänzt das Starterfeld doch mit bekannten Namen und vor allem mit einzigartigen Fahrzeugen. So geballt wie bei der Rallye Köln–Ahrweiler kann man die Schätzchen der siebziger und achtziger Jahre sonst nirgendwo in Aktion sehen. Hundeknochen-Escort, Manta B, Renault Alpine: Die Herzen der Rallyefans schlagen höher. BMW 2002ti, Kadett C, Lancia Delta Integrale: eine Driftshow der Superlative. Ford Mustang, BMW 528i, Volvo P1800: Auch die Rallye-Exoten kommen zu ihrem Recht. Die Stars sind also eigentlich die Rennfahrzeuge – und dennoch präsentiert die Starterliste neben etlichen ausländischen Startern etwa aus Finnland, Belgien und den Niederlanden immer wieder auch einige prominente Renn- und Rallyefahrer, die auf das einzigartige Flair der Rallye Köln–Ahrweiler nicht verzichten wollen. So etwa Stefan Schlesack aus Remscheid, der in diesem Jahr zusammen mit seinem langjährigen Freund Hans Rudi Küfner mit einem BMW M3 am Start ist: „Für mich persönlich ist die Köln–Ahrweiler jedes Mal aufs Neue ein ganz besonderes Event.“ Ihn freut vor allem die große Bandbreite an liebevoll vorbereiteten Rallye-Fahrzeugen, die eine Vielzahl von Zuschauern an die Wertungsprüfungen in der Eifel zieht. „Es ist ein unglaublich tolles Gefühl, vor dieser Kulisse zu fahren. Die Stimmung ist großartig, egal ob es regnet oder die Sonne scheint. So etwas gibt es bei einer modernen Rallye nicht.“ Schlesack weiß, wovon er spricht, denn seit mehr als 20 Jahren ist er in der Szene zu Hause. Unvergesslich sind die spannenden Duelle des ehemaligen Ford-Werksfahrers mit Werner Langshausen und Dieter Depping in der Deutschen Rallye-Meisterschaft.

Rund 120 Teilnehmer sorgen für Klasse und Masse im Starterfeld
Einer der Top-Piloten, auf die Schlesack treffen wird, ist Darius Drzensla. Der Harscheider bringt zusammen mit Peter Schaaf einen Ford Escort RS 2000 in die Eifel und darf schon deswegen als einer der Favoriten gelten, weil er die Rallye Köln–Ahrweiler im Vorjahr gewinnen konnte. Aus seinem „Stall“ kommt auch ein weiterer Escort, nämlich der von Ex-DTM-Pilot Christian Menzel. Der ehemalige Opel-Werksfahrer geht zusammen mit seinem Co Dieter Müller auch 2007 wieder auf Zeitenjagd. Ebenfalls zu den Favoriten muss man Heinz-Robert und Martin Jansen aus Lohmar zählen. Sie wurden 2006 knapp geschlagene Zweite im Gesamtklassement und greifen auch in diesem Jahr wieder an. Ihr Einsatzgerät: ein Opel Manta B. Ebenfalls auf einen Opel (oder besser auf das britische Pendant Vauxhall) setzt der ehemalige DRM-Pilot Christoph Schleimer. Er geht im so genannten Gold-Cup für jüngere Rallyefahrzeuge an den Start und dürfte auch 2007 wieder zu den Favoriten bei der Jagd nach Bestzeiten gehören. Im Vorjahr war Schleimer sogar als Erster über die Zielrampe gefahren, konnte aber – weil er keinen vom Reglement definierten Youngtimer fährt – nicht als Sieger gewertet werden. Und auf noch ein Rallye-Ass dürfen sich die Fans freuen: Anton Werner, im Porsche 911 aktueller Gesamtsieger des ADAC Rallye Masters und derzeit der wohl erfolgreichste deutsche Rallyepilot, startet mit seinem aktuellen DRM-Porsche als Vorauswagen – sozusagen als Vorspeise eines ganz speziellen Rallyemenüs bei der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler.

(c) 2004 ks design