HOME  RALLYES  ORGANISATION  PARTNER  EHRENTAFEL  STATISTIK  KONTAKT  MEDIA 10.-12.11.2017  

Eine Rallye-Zeitreise quer durch die Eifel
Motorsportbegeisterte aufgepasst! Am 9. und 10. November lädt die ADAC Rallye Köln–Ahrweiler zur Zeitreise ein. Geplantes Ziel: die siebziger und achtziger Jahre. Geplanter Ort: die Eifel zwischen Mayschoß und Nürburgring. Hier treten legendäre Rallyefahrzeuge zum Wettbewerb an. Opel Ascona und Opel Manta, Ford Escort BDA und RS 2000, Porsche 911 und Porsche 924 Carrera GT, Lancia Stratos und Lancia Delta Integrale – das sind Rennsport-Ikonen, die man außer bei der Rallye Köln-Ahrweiler meist nur noch im Museum oder in alten Filmen über die Rallye-Weltmeisterschaft bewundern kann. Dabei ist die Rallye, die am Freitagabend (ab 18:01 Uhr) mit der Weinberg-Prüfung in Mayschoß beginnt, alles andere als ein Schaulaufen. Die klassischen Rennfahrzeuge kämpfen wie einst beinhart um den Sieg und auch in der ADAC-Youngtimer-Trophy, aus der die meisten der rund 120 Teams stammen, steht die Meisterschaftsentscheidung noch aus. Wer die Rallyefahrzeuge in Action bewundern will, sollte sich am Samstagmorgen (Start 9:01 Uhr) in Mayschoß sein Programmheft inklusive Kartenmaterial sichern und dann Richtung Nürburgring aufbrechen. Dort wird der Rallyetross ab 13:00 Uhr in Meuspath zur Mittagspause erwartet, bevor die Teams die restlichen Wertungsprüfungen in Angriff nehmen und ab ca. 17:00 Uhr wieder in Mayschoß sein werden. Infos über die Rallye Köln–Ahrweiler, den Zeitplan und die wichtigsten Zuschauerpunkte gibt es auf der offiziellen Homepage www.r-k-a.de.

Auch das Rallyeprogramm führt das Thema der Zeitreise fort: Denn bis zur Ausgabe der Startunterlagen am Freitag bleibt die Streckenführung – nach historischem Vorbild – das Geheimnis der Mannschaft von Organisationsleiter Hans-Werner Hilger. Das vorherige Trainieren der Prüfungen ist so unmöglich und bei der in diesem Jahr besonders weit reichend geänderten Streckenführung darüber hinaus auch sinnlos. Das macht die Prüfungen auf den Eifelpisten für die Piloten noch einmal schwieriger. Für die Zuschauer gilt aber: Die altbekannten Zuschauerpunkte (etwa der beliebte Rundkurs in Müllenbach) bleiben natürlich erhalten. Dort ist der Eintritt traditionell kostenlos. Im Zentrum des Rallyegeschehens steht der Winzerort Mayschoß, wo die Rallye am Freitagabend und am Samstagmorgen zu ihren ersten beiden Sektionen startet und wo die Rallyeteams am Samstagabend auf der Zielrampe erwartet werden. Dort nehmen die Fahrzeuge auch schon vor der Rallye Aufstellung, dort ist der Treffpunkt der Autogrammjäger und dort ist auch das Programmheft mit den Streckenkarten erhältlich.

Rallye-Asse am Start
Die Highlights der Veranstaltung sind – wie bei den meisten Veranstaltungen mit klassischen Fahrzeugen – natürlich die Rallyeautos. Ob durch scheinbar unmögliche Driftwinkel oder durch die urtümliche Geräuschkulisse: Die legendären Wagen der sechziger bis achtziger Jahre lassen die Herzen der Fans höher schlagen. Dennoch muss man einige Fahrer aus dem Starterfeld herausgreifen, denn auch der Blick auf die Piloten lohnt. Neben Rallye-Assen wie Ex-DRM-Spitzenfahrer Stefan Schlesack (BMW M3) oder Ex-DTM-Pilot Christian Menzel (Ford Escort RS 2000) sind es vor allem die Stammgäste der Rallye Köln–Ahrweiler, die das Geschehen bestimmen werden. Seit dem Bestehen der Rallye in ihrer jetzigen Form haben das Duo Heinz Kottmann und Guido Kottmann (Opel Kadett C), Heinz-Robert Jansen (Opel Manta B) und das finnische Rallye-Urgestein Erkki Granlund (Opel Kadett Rallye) alle Ausgaben des Eifel-Klassikers absolviert. Ebenfalls im Fokus der Fans: die Gesamtsieger der vergangenen Jahre, die seit dem Sieg von Dominik an der Heiden 1997 ausnahmslos alle auch 2007 wieder am Start sind. Hier sticht vor allem der vierfache Gesamtsieger Georg Berlandy hervor, der in diesem Jahr in einem Opel Ascona A die Rallye in Angriff nehmen wird. Allerdings wird das Gespann Berlandy/Klein beim Start 2007 unter normalen Umständen nicht um den Gesamtsieg mitfahren können. „Dazu ist unser neu aufgebauter Opel Ascona A einfach nicht stark genug“, sagt Beifahrerin Lea Klein. „Trotzdem kann bei der Rallye Köln–Ahrweiler vieles passieren. Darius Drzensla hat im letzten Jahr mit seinem Ford Escort RS 2000 eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass Leistung nicht alles ist.“ Auch Drzensla ist natürlich wieder mit von der Partie – der Harscheider geht mit der Nummer 1 des Vorjahressiegers ins Rennen. Immer einen Blick wert sind auch die Einsatzgeräte von Christopher Stahl. Der Bonner gehört ebenfalls zu den Stammfahrern in der Eifel und bringt in jedem Jahr besonders liebevoll vorbereitete automobile Klassiker an den Start. Diesmal vertraut Stahl auf einen Porsche Carrera RSR. Und noch einen Namen sollten sich die Fans merken: Heinz-Walter Schewe. Der Hagener bringt nicht nur einen Porsche 911 mit zum Rallye-Highlight in die Eifel, sondern auch noch jede Menge Erfahrung. Schewe siegte bei der Rallye Köln – Ahrweiler 1975 und ließ sich 1976 als Deutscher Rallye-Meister in die Sportannalen eintragen – übrigens auch damals schon auf einem Porsche. So gibt es bei der ADAC Rallye Köln-Ahrweiler nicht nur jede Menge klassischer Rallyefahrzeuge zu bewundern, sondern rund um Start und Ziel in Mayschoß auch noch das eine oder andere seltene Autogramm zu ergattern.

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