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Berlandy gewinnt Prolog der Rallye Köln–Ahrweiler

Beim stimmungsvollen Prolog der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler in den Weinbergen oberhalb des Rallyezentrums in Mayschoß (Ahr) konnte sich am Freitagabend ein Altmeister bestens in Szene setzen: Georg Berlandy (Stromberg), der mit vier Gesamtsiegen den Rekord beim Rallye-Herbstklassiker zwischen Ahrtal und Nürburgring hält, absolvierte mit Co-Pilot Julian Pinnen im Opel Ascona A die rund 6 Kilometer lange Auftaktprüfung in 2:52,3 Minuten und war damit gerade einmal 1,9 Sekunden schneller als die Zweitplatzierten Olvier Rohde / Jan Wolff (beide Essen, Porsche 924 Carrera GT). Dritte wurden Christoph Schleimer / Thomas Fuchs (Vauxhall Astra, 6,4 Sekunden zurück). Die zweite und entscheidende Etappe der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler führt am Samstag über zwölf weitere Wertungsprüfungen, deren Schwerpunkt in der Region um den Nürburgring liegt. Kurzentschlossene Zuschauer finden alle wichtigen Informationen unter www.r-k-a.de im Internet.

„In den Waldpassagen war es stellenweise noch etwas feucht“, berichtete der Gesamtschnellste nach dem Prolog. „Bei solchen Bedingungen gibt es keine hundertprozentig richtige Reifenwahl. Aber unser Auto lief perfekt. Wir haben bei der Vorbereitung in die richtige Richtung gearbeitet. Die ersten Prüfungen morgen werden wir auf Sicherheit fahren, danach wollen wir Gas geben.“ All zu vorsichtig allerdings darf der Stromberger dabei nicht vorgehen, denn vom Zweitplatzierten Oliver Rohde trennen ihn nur knapp zwei Sekunden und auch der drittplatzierte Christoph Schleimer lag im Ziel der ersten Etappe gerade einmal 6,4 Sekunden zurück. „Wir hatten einen katastrophal schlechten Start“, ärgerte sich Rohde.„Danach war die erste WP aber schön zu fahren – vielleicht einmal abgesehen von der Schotterpassage. Die trockene Strecke war ideal für meinen Porsche.“ Und auch der auf dem dritten Platz liegende Christoph Schleimer sieht durchaus noch Potenzial für eine Steigerung: „Wir haben beim Prolog die richtige Mischung zwischen schnell und vorsichtig gefunden. Im Endeffekt waren wir aber vielleicht doch etwas zu verhalten, wenn ich mir das Ergebnis so anschaue.“

Vorjahressieger Drzensla mit durchwachsenem Start
Einen ungünstigen Start in die Rallye erwischte der Sieger der vergangenen beiden Jahre, Darius Drzensla. „Gleich in der ersten Kurve haben wir uns verbremst“, schildert der Harscheider. „Ich bin in die Leitplanke gerutscht und habe auch noch ein Verkehrsschild abgeräumt. Anschließend fehlten uns die Zusatzleuchten. Die frischen Reifen waren wohl zu kalt.“ Für das Duo im Ford Escort RS 2000 blieb mit einem Rückstand von 15,3 Sekunden so nur der 24. Platz.

Lenarz übernimmt vorläufige Führung in der Rallye Trophy
Den ersten Schlagabtausch im Kampf um die Meisterschaft in der Youngtimer Rallye Trophy konnte Tabellenführer Jürgen Lenarz für sich entscheiden. Der Sarmersbacher belegt im Opel Kadett C Coupé nach der ersten Prüfung Platz 17 (13,6 Sekunden zurück). Er freute sich über die Atmosphäre: „An der Strecke war jede Menge los: Viele Zuschauer, Blitzlichtgewitter – ein tolles Rallyefeeling. Wir waren mit Regenreifen unterwegs. Mit denen hatten wir allerdings starkes Untersteuern, insbesondere in der Bergab-Passage. Intermediates wären wohl die bessere Wahl gewesen.“ Sein schärfster Konkurrent im Titelkampf hatte dagegen einen durchwachsenen Start: Heinz-Robert Jansen erreichte im Opel Manta B mit fünf Sekunden Rückstand auf Lenarz nur die 31. Position (18,6 Sekunden zurück). „Wir hatten mit Aussetzern zu kämpfen“, stöhnte er. „Ich weiß nicht woran es lag: an zu niedriger Drehzahl oder zu wenig Sprit. Das wir spannend morgen.“

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