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News und Stimmen aus der Mittagspause

Mit Christoph Schleimer (Vauxhall Astra) und Stefan Mannheller (Ford Escort RS 2000) liegen nach 8 WPs zwei Gold-Cup-Teilnehmer an der Spitze des Feldes. Im Kampf um den Gesamtsieg hat Georg Berlandy im Opel Ascona A als Gesamt-Dritter die Nase vor Rainer Hermann (Opel Ascona 400) und Walter Gromöller (Opel Manta 400) vorne. Das Geschehen auf den Vormittags-WPs der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler wurde durch einen kuriosen Zwischenfall gestört: Nachdem die ersten Teilnehmer die WP7 absolviert hatten, wurde das WP-Ziel durch zwei Motorradfahrer, die nicht zum Rallyegeschehen gehörten, blockiert. Zwischen den offenbar uneinsichtigen Bikern und den Sicherheitsverantwortlichen vor Ort entwickelte sich im folgenden eine Diskussion, die den Ablauf der WP immer weiter verzögerte. Schließlich musste Rallyeleiter Klaus von Barby in Absprache mit der WP-Leitung und den Sportkommissaren entscheiden, die WP zu neutralisieren. Für die nachfolgenden Starter legten die Sportkommissare eine gerechte Zeit fest.

3 – Heinz-Robert Jansen (Lohmar, Opel Manta B)
„Wir haben Getriebeprobleme. Der zweite Gang funktioniert gar nicht, der dritte lässt sich nur schwer einlegen. In Antweiler haben wir lange gestanden, weil die Motorradfahrer das Ziel der WP 7 blockiert haben. Jetzt ist meine Pause viel kürzer und ich kann nur einen eingeschränkten Service machen. Auf dem Nürburgring ging mir an einer Stelle die Straße aus, jetzt haben wir einen kleinen Riss auf der Beifahrerseite, weil wir an der Leitplanke entlang geschrammt sind. Mehr ist zum Glück nicht passiert.“

5 – Willi Bus (Morbach, VW Golf GTI)
„Es lief sehr gut, wenn man einmal von WP 3 absieht. Ich wollte eine Rechts-1 mit Hilfe der Handbremse nehmen, bin rausgerodelt und in die Wiese gerutscht. Außer dem Zeitverlust ist weiter nichts passiert. Das Auto läuft perfekt. Nach der Mittagspause wollen wir angreifen. Wenn es trocken ist können wir die Kraft des Golf GTI besser auf die Straße bringen.“

6 – Georg Berlandy (Stromberg, Opel Ascona A)
„Auf WP3 haben wir uns in einer 180-Grad-Linkskurve eingedreht, nachdem das Auto sehr stark übersteuert hatte. Ich musste anschließend erstmal wieder auf die Piste zurück, das hat etwas Zeit gekostet. Im Rundku rs hatten wir einen Verbremser, ich musste kurz zurücksetzen. Das war ein richtiges Deja-vu-Erlebnis, an der gleichen Stelle bin ich schon einmal ausgefallen. Das Auto läuft perfekt, heute Morgen war auf der ein oder anderen WP der Teer noch ein bisschen dunkel und ich stand einige Male vor der Frage, ob ich stehen lassen soll oder doch lieber Gas wegnehme.“

8 – Olaf Rost (Solingen, Audi 50)
Co-Pilot Uli Selhorst: „Wir haben bis jetzt schon alles hinter uns, was einem auf einer Rallye geschehen kann. Die Spurstange ist krumm, die Lenkstange auch und manchmal fehlt uns der erste Gang. Jetzt haben wir auch noch festgestellt, dass der Magnetschalter defekt ist. Um den Audi überhaupt noch starten zu können müssen wir den Anlasser wechseln. Auf WP 3 ging vor einer Spitzkehre der erste Gang nicht rein. Zuerst bin ich ausgestiegen, dann musste auch noch Olaf raus und mithelfen, das Auto den Berg hochzuschieben. Oben angekommen stellten wir fest, dass der zweite Gang eingelegt war, konnten wieder starten und weiterfahren – das hat uns mindestens drei Minuten gekostet. Jetzt müssen wir volle Attacke fahren.“

10 – Anton Werner (Altfraunhofen, Audi quattro)
„Für uns ist es noch ein bisschen durchwachsen. Auf WP 4 waren wir kurz neben der Strecke auf der Wiese. Es ist nichts passiert, aber wir haben Zeit verloren. Auf der Nordschleife habe ich es dann noch langsam angehen lassen, weil ich mit der Strecke und dem Fahrzeug noch nicht völlig vertraut bin. Bei uns lösen sich hin und wieder die Antriebswellen und das Fahrwerk ist noch etwas zu hart. Den Quattro muss man ganz anders fahren als meinen DRM-Po rs che. Durch den Allradantrieb hat das Auto die Tendenz, in Kurven eher geradeaus zu fahren. Zudem muss ich mit dem linken Fuß bremsen.“

11 – Christoph Schleimer (Obertiefenbach, Vauxhall Astra)
„Auf WP 3 und WP 4 war es ganz übel, und ich war schon versucht aufzugeben. Wir hatten keine Bremse und mussten durch Runterschalten und Handbremse ve rz ö gern. Da haben wir teilweise 70 Meter lange Bremsspuren hinterlassen. Was genau defekt ist wissen wir nicht. Vorsichtshalber haben wir alles gewechselt. Durch das Bremsen mit der Gangschaltung hat die Kupplung gelitten und trennt jetzt nicht mehr sauber. Hoffentlich hält das! Im großen und ganzen bin ich natürlich sehr zufrieden, dass wir trotz all der Probleme die Führung erobert haben.“

29 – Stefan Mannheller (Meuspath, Ford Escort RS)
„Bei uns hat sich die Ölwanne gelöst. Wegen des Ölverlustes mussten wir Gas rausnehmen, um einen Motorschaden zu verhindern. Auf der letzten WP vor der Mittagspause hat sich auch noch der Auspuff verabschiedet. Am Montag ist uns ja schon der Motor hochgegangen – das sind jetzt alles Nachwirkungen von dem kurzfristigen Umbau.“

30 – Walter Gromöller (Gütersloh, Opel Manta 400)
„Es läuft ganz gut – bis auf die Reifen. Wir hatten nicht mit Trockenheit gerechnet und dafür keine vernünftigen Reifen mitgebracht. Jetzt sind wir auf Straßen- Sportreifen unterwegs – aber das muss auch funktionieren. Im Rundkurs hatten wir zwei Verbremser.“

99 – Peter Baudisch/Helmut Späth (Regensburg/Hemau, Porsche 924)
Baudisch/Spätz erlebten auf WP 6 eine Schrecksekunde, als sie mit dem Porsche ein Abflussrohr aus Beton trafen. Der heftige Aufprall führte zu einem anschließenden Überschlag, bei dem der Porsche stark beschädigt wurde. Im Rahmen der unverzüglich eingeleiteten Rettungsmaßnahmen wurden Fahrer und Co-Pilot vor Ort einer ersten ärztlichen Untersuchung unterzogen. Sie ergab keine schwerwiegenden Befunde. Trotzdem entschied sich der leitenden Rallyearzt, Dr. Helmut Herrmann, Baudisch vorsorglich zur Beobachtung ins Adenauer Krankenhaus bringen zu lassen. Co-Pilot Helmut Späth wurde mit einem Hubschrauber in das Bundeswehrkrankenhaus Koblenz geflogen, um den Verdacht auf eine Rückenverletzung abklären zu können.

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