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ADAC Rallye Köln–Ahrweiler 2008: Bekannter Spaß auf unbekannter Strecke

Wenn die Tage in der Eifel kürzer werden und die meisten Kinder eifrig an ihren Martinslaternen basteln, dann kramen viele Motorsportfans in ihren gesammelten Unterlagen: Schließlich steht in den Tagen um Sankt Martin mit der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler ein echter Herbstklassiker auf dem Programm. Vom 7. bis 9. November geben sich in diesem Jahr 100 Youngtimer ihr Stelldichein, um bei der Veranstaltung im klassischen Rallyestil Sieger und Meister zu küren und dem gepflegten Driftwinkel zu frönen. Traditionell bleibt die Streckenführung dabei geheim: Welche 14 Prüfungen mit insgesamt 160 WP-Kilometern absolviert werden, das erfahren die Teilnehmer erst unmittelbar vor dem Start. So wird das wilde Trainieren vor der Veranstaltung verhindert und gleichzeitig ein Rallye-Ablauf zelebriert, wie er üblich war, als die Teilnehmerfahrzeuge aus den 70er und 80er Jahren noch den aktuellsten Stand der Technik darstellten. Etwas mehr dürfen vor der Rallye die Fans wissen. Sie erwartet am Freitagabend die traditionelle Prologprüfung in der Nähe von Mayschoß. Die Samstagsetappe führt dann vom Ahrtal bis in die Region rund um den Nürburgring. Der Eintritt ist auf allen Prüfungen frei, die Zuschauerunterlagen inklusive detaillierter Karte sind für 10 Euro erhältlich. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.r-k-a.de.

Wer vor der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler seine Reise planen möchte, dem hilft nicht nur der Blick in die Programmhefte und Karten der vergangenen Jahre. Auch im Internet sind auf der Veranstaltungshomepage ausführliche Zuschauerinformationen gesammelt. Am Freitag ist der Haupt-Zuschauerpunkt für die stimmungsvolle Auftaktprüfung in der Abenddämmerung auf der K35 (Ortsende Esch in Richtung Dernau) eingerichtet. Hier gibt es ab 17.20 Uhr Rallye-Action. Am Samstag stehen gleich mehrere Zuschauerareale zur Verfügung. Neben den Bereichen in Kreuzberg (ab ca. 8.30 Uhr) und Riefferscheid (9.25 Uhr) gehört das Gebiet um den Nürburgring zu den Anziehungspunkten. Hier sind die Rallyefahrzeuge ab 10.00 Uhr in den Bereichen Brünnchen und Breidscheid bestens zu sehen, ab ca. 10.30 Uhr locken das Industriegebiet Müllenbach und der Parkplatz C7. „Dass die beliebten Prüfungen rund um den Nürburgring zu den Hauptattraktionen der Rallye gehören, ist sicherlich kein Geheimnis“, erklärt Orgaleiter Hans-Werner Hilger. „Das sollte aber keinen Teilnehmer dazu verleiten, die bisherigen Strecken abzufahren. Denn auf allen WPs gibt es zahlreiche nutzbare Varianten, die den Charakter der Prüfung verändern. Wir haben uns auch für die diesjährige Auflage der Rallye wieder einige schöne Überraschungen einfallen lassen.“

Zuschauertipps: Mittagsrast in Müllenbach, Nordschleife und Rallyeparty

Beliebt bei den langjährigen Besuchern der ADAC Rallye Köln–Ahrweiler sind aber nicht nur die eigentlichen Zuschauerpunkte. Schon der Servicepark in Mayschoß lockt am Freitagabend viele Fans an, die hier ab 17.30 Uhr die Fahrzeuge über die Startrampe rollen sehen. Am Nürburgring ist insbesondere die Mittagspause der Teilnehmer im Industriegebiet Meuspath (12.00 – 13.00 Uhr) ein beliebtes Ziel. Und auch das Feiern kommt nicht zu kurz, denn am Samstag startet ab 20.00 Uhr im Winzerkeller in Mayschoß das gemütliche Treffen von Teilnehmern und Zuschauern mit Live-Musik. Die Siegerehrung findet am Sonntagmorgen (ab 11.00 Uhr) ebenfalls im Winzerkeller statt. Die beste Begleitung bei allen Aktivitäten sind dabei die Zuschauerunterlagen. „Für 10 Euro gibt es das Programmheft, die große Landkarte mit der Lage aller Prüfungen, Aufkleber, Halsband und Fan-Ticket“, beschreibt Orgaleiter Hans-Werner Hilger. „Damit erwirbt man nicht nur eine tolle Informationsquelle, sondern unterstützt die Rallye auch aktiv und kann dies mit dem Fan-Ticket auch zeigen.“ Erhältlich sind die Zuschauerunterlagen am Freitag in Mayschoß (Fahrerlager, ab 15.00 Uhr und ab 17.00 Uhr am Zuschauerpunkt an der K35, Ortsende Pesch). Am Samstag sind mehrere Verkaufspunkte eingerichetet: an der B257 (Kalenbornerhöhe, ab 7.00 Uhr) und an der B267 (Ortseingang Mayschoß) sowie im Fahrerlager, in Reifferscheid (ab 9.00 Uhr), am Nürburgring (Parkplatz am Brünnchen, Zuschauerbereich Breidscheid sowie Parkplatz A7 jeweils ab 9.30 Uhr) und in Müllenbach (Industriegebiet, ab 10.00 Uhr).

Spannendes Saisonfinale für die Youngtimer

Traditionell bildet die ADAC Rallye Köln–Ahrweiler auch den Saisonabschluss für die Starter der Youngtimer Trophy und der Youngtimer Rallye Trophy. In den beiden Championaten für die Renn- und Rallyeboliden der 70er und 80er Jahre geht es auf den Wertungsprüfungen der Köln–Ahrweiler spannend zu. Beim „Vielseitigkeitswettbewerb“ der Youngtimer Trophy trennen den Erstplatzierten gerade einmal sieben Punkte vom Tabellensiebten. Nach einer Saison mit Lang- und Kurzstreckenrennen sowie dem Flugplatzslalom in Bitburg bilden die Rallye-Prüfungen zwischen Mayschoß und dem Nürburgring nun die finale Herausforderung. Als Führender tritt Gregor Vogler (Reichlingen) im BMW M3 an, der sich in den sechs bisherigen Saisonläufen mit 74,35 Punkten ganz knapp vor Lokalmatador Ralf Kremer (Erftstadt-Lechenich, Audi 50, 72,79 Punkte) setzen konnte. An dritter Position folgt der Wittener Michael Benra (NSU TT, 70,59 Zähler). Noch knapper geht es in der Riege der Rallyespezialisten unter den Youngtimer-Piloten zu. Die beiden Tabellenführer Jürgen Lenarz (Sarmersbach, Opel Kadett C Coupé) und Heinz-Robert Jansen (Lohmar, Opel Manta B) können beim Endspiel nicht nur Heimrecht für sich beanspruchen, sie trennt obendrein ein hauchdünner Abstand von 0,17 Zählern. Der drittplatzierte Axel Schütt (Döhnsdorf, Ford Escort RS 2000) rangiert weitere 0,16 Punkte hinter Jansen. Da wirkt Norbert Zaremba (Remscheid, Opel Ascona B) mit seinen 105,04 Punkten – er hat damit weitere 1,98 Zähler Rückstand auf Schütt – fast schon abgeschlagen. In jedem Fall wird der Kampf um die letzten Punkte der Saison also zu einer äußerst spannenden Angelegenheit, die den Teilnehmern ganz sicherlich bis zum letzten WP-Kilometer alles abverlangen wird. Wer sich vor der Veranstaltung über die Youngtimer informieren möchte, wird im Internet unter www.youngtimer.de fündig.

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